Der Herr der Tiere
Er hat den Auerochsen ausgerottet,
gemetzelt und zerstückt die sanften Wale.
Nun krault, der gestern noch ein Kannibale,
das Hündlein, das ihm wedelnd nachgetrottet.
Das Schaf, den Widder hat er hingeschlachtet,
damit sein Götze sich am Blut erquickte.
Den Todesröcheln eben noch entzückte,
wie er nach Nachtigallensang nun schmachtet.
Ja, seine Dichter sollen süßer tönen,
als sterbend unterm Silbermond der Schwan.
Doch hört er in der Nacht ein tiefes Stöhnen,
als hätte sich der Abgrund aufgetan,
ein Ächzen, das kein Orpheus wird versöhnen,
kriecht ihm ins Schilf des Traums Leviathan.
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