Dunkle Stunde
Es zittern deine Wimpern, Gras an Teichen,
wenn Abendwinde weich durch Schatten wehen
und über dunkle Wasser Schimmer gehen,
die sinken und das Ufer nicht erreichen.
Und was du sagst, ist wie ein Niederfallen
von schweren Tropfen aus den Dämmerungen,
gebrochner Zweige Schwanken, schmerzzersungen,
wie Gräserseufzen, müder Quelle Lallen.
Und deine Locken, frühen Lichts Gespiele,
wenn sie ihr Gold dem blauen Tag verpraßten,
sind nun der müden Schläfen Aschenlasten,
und ist kein Tauglanz, der auf Aschen fiele.
Dein Atmen ist ein banges Abschiednehmen,
die Woge, aufgerührt von kalten Monden,
auf der einst sonnenrote Blüten thronten,
verebbend kehrt sie heim zum Strand der Schemen.
Könnt ich an deiner statt ins Dunkel fließen,
daß Morgenlüfte dich ins Helle tauchen
und deinen Locken Engel Goldstaub hauchen,
um deine Schritte Mohn und Veilchen sprießen.
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