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Grau weht der Staub

15.04.2021

So dämmert uns das Wesenlose,
und was noch schimmert in der Nacht,
ist stummes Sinken einer Rose,
die Liebe, da sie schied, gebracht.

Am Dorn verklebter Distelsamen,
ein Mond, der Totenlinnen webt,
verlor Erinnern Duft der Namen,
des Lichtes Blüte, taubelebt.

Es hoben wohl die warmen Strahlen
uns in ein lächelndes Gesicht,
doch müssen seine Wangen fahlen,
der Hauch des Veilchens färbt sie nicht.

Vertrocknet liegt der Quell der Lieder,
uns streift ein unbeseeltes Laub,
ein banger Flaum fällt vor uns nieder,
der früh geglänzt, grau weht der Staub.

 

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