Heimat, verschüttete Quelle
Heimat, verschüttete Quelle.
Seufzen weht bisweilen Nacht,
geisterhaft wie einer Nymphe,
die gezwängt in ihren Schacht.
Trauben, die geglüht, erloschen.
Schnee der Birke unter Ruß.
Nur ein Fetzen Blau winkt manchmal,
müder Veilchen Abschiedsgruß.
Vögel, die genistet heimlich
dort im alten Laubengang,
hin und her hör ich sie flattern,
doch verstummt ist ihr Gesang.
Abenddampfers bunte Schlieren,
Festtagsschleppen auf dem Strom.
Nun schwankt mir im Traumgewoge
bleich entgegen ein Phantom.
Nein, es waren andre Sonnen,
die mir dort den Sinn enthüllt,
andren Monden hab das Linnen
unter Tränen ich zerknüllt.
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