L’art pour l’art
Künstlich wolltest du die Blume,
daß herbstlich sich dein Vers nicht neige,
kein Fäulnisduft den Sinn benehme.
Verse, Augen, Lapislazuli,
den keiner Rührung Nebel trübt
und keine Pathosdünste feuchten.
Aus Tiefen taumelnd Verskristalle,
die kalt ein Licht von Monden spiegeln,
doch Sonnen meiden, die sie schmelzen.
Daß sich aus fahlem Kalk der Angst
die Muschel forme, o Geduld,
und schimmernd auch die Perle Schmerz.
Keine Haut war kühl genug für ihren Glanz,
hermetisch hast du sie verborgen
im Sand, von Reimes Gischt umschäumt.
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