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Traum im Schnee

26.05.2024

Als könnte nie das Herz dir wieder tauen,
als wehten Flocken, tote Sporen Lichts,
stapfst du im Schnee der Nacht durchs helle Nichts,
der Heimat fern, fern von den Sonnenauen.

Da ist kein Wort, das dir noch könnte dienen
zu Stab und Stecken in der blinden Hand,
kein Bild, zu leuchten dir als Unterpfand,
daß deiner Heimkunft Rebenblätter grünen.

Und jählings hörst du im Gestöber Singen,
als würden Kinder fröhlich Blüten streuen,
dem Heil der Welt den Teppich hinzubreiten.

Du schläfst im Schnee, umhüllt von warmen Schwingen,
dir träumt, wie Sprossen sich im Licht erneuen
und Herzen sich wie Rosenknospen weiten.

 

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