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Van Gogh, Sternennacht

23.12.2025

Dahin also, jenseits stiller Bildbetrachtung,
in die Wirbel aufgepeitschten Abgrundlichts,
ausgespien von den Flammenzungen
der Zypresse, die ihr Dunkel selbst entfacht.

Hinter dir die Honigwaben goldnen Schlafs,
Furchenschrift des Krumenalphabets,
weicher Wipfel Wolle vor der Schur im Herbst
und der dünne Zeiger Angelusgeläut.

Dahin also, in die heiße Gischt der Auren,
denen Augenknospen, blinde, eingestickt
von der tödlich-liebestrunknen Parze,
in die Wirbel blauer Nacht zu sinken.

Hinter dir die Keime frommer Worte,
zartes Reis in Falten der Geduld,
jäh vom heißen Odem fortgetragen
zu den Sternen orphischen Gesangs.

 

Siehe:
https://www.youtube.com/watch?v=L642ejkVxWg

 

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