Geh hinaus, es war ein Traum
Pflücken Winde Blüten leicht,
weh mit ihnen, Ichgespinst.
Schnee, den kühles Mondlicht bleicht,
Tauwind kommt, und du verrinnst.
Blatt, getaumelt jäh im Schlaf,
war vergilbt es, war es rot,
als es kalt die Stirn dir traf,
glaubtest du die Liebe tot.
Und entsetzt bist du erwacht,
aus dem Fenster weit gelehnt,
sahest du bestirnt die Nacht,
Venus auch, vom Gram ersehnt.
Eos träufte Rosen Tau,
bis die Knospen Glanz erfüllt.
Doch du flehtest nach dem Grau,
das dir Glut und Gold verhüllt.
Geh hinaus, es war ein Traum,
Blatt des Schlafs verweste schon,
geh bis an des Sagens Saum,
wo dir purpurn sprießt der Mohn.
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