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Nach den Wettern

30.01.2026

Stürme peitschten Schäume, die noch glimmen,
bis glatte Wasser schwarzen Marmor breiten.
Als möchten treue Boten sie geleiten,
will Schwermut an das Jenseitsufer schwimmen.

Schatten sank, in reiner Bläue stehen
von Wolkendolden Rispen, die erzittern,
wie Kinderseelen nach den Ungewittern.
Wir aber wollen in die Schilfe gehen,

die hold vom feuchten Glanz des Himmels schauern.
O mag in deines Nackens Flaum er triefen,
Schreie wecken, die im Herzen schliefen,
mir wär, als brächen sie durch tote Mauern.

Eitel Traum, geleimt aus Reimen, dummen.
Wie stets will einsam ich am Ufer schlendern,
bis Purpur sickert an den Wolkenrändern,
die Rufe leiser werden und verstummen.

 

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