Vom All umarmt und einsam sein
Durch fahle Adern pocht kein Sinn.
Verdorrte Blätter wirbeln schon
in Winkel trockner Seufzer hin.
Die Sonne sinkt, o roter Mohn.
An später Rose Wimpern schwillt
ein Tropfen Tau, und wenn er fällt,
ist Trübsal, was im Herzen quillt.
O daß kein Faden Licht uns hält.
Am Morgen gingen wir, ein Paar,
durchpulst von warmem Zartgefühl,
und helle Blicke sprachen wahr.
O Abendschatten, stumm und kühl.
Ins Wasser, wo die Weide sacht
die Haare taucht ins Rauschen ein,
wirft ihre Silbermünzen Nacht.
Vom All umarmt und einsam sein.
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