Skip to content

Der hingestürzte Dichter

20.02.2026

Der hingestürzt, er will nun liegenbleiben,
das Dunkel, das da wächst, nicht mehr erhellen.
Gespenstisch rauscht die Nacht von schwarzen Quellen,
ein schwarzer Wind klirrt in den Fensterscheiben.

Rings türmen sich die Stapel alter Bände,
Gebirge mit dem Glanz des Unerreichten,
Kristalle, die nie Tränen je erweichten,
und war kein Duft, daß er den Wundklee fände.

Laß, Dichter, schlaflos Verse aufzuklauben,
die Perlen einer Kette, die gesprungen.
Träum, Aphrodite schickt dir ihre Tauben,

im Krug zu bergen, was dir einst gelungen.
Sieh, Liebe fädelt auf die süßen Trauben.
O Glanz auf Hüften, graziös geschwungen.

 

Comments are closed.

Top