Skip to content

Die Feder meines Lieds

22.02.2018

Leicht fällt grünen Wogen zu,
Vogels Traum genügt,
blaue Feder meines Lieds.

Sie streichelt Mundes Zagen,
schwebt noch eine Weile
um blassen Staunens Stirn.

Schon reißt ein dreister Wind
sie wirren Wimpern
blanker Weidenreiser zu.

Kecker Laune Abendsonne
hebt sie auf die rote Zunge,
schnalzt sie in die blaue Luft.

O trudel mir nicht aufgerauht
in Lachen beißenden Urins,
in Schund und Unrat lächerlich.

An Schlummers Gräsern haftet
laß der Flaum, mit gichtigem
Finger tastet nach ihm Mond.

O daß die weiche Feder morgen
einem feinen Kind das Herz
berücke. Pflück sie dir,

glätte sie mit warmen Lippen,
der Daunen wehe Lust empfinde,
steck sie in dein Sonnenhaar!

 

Comments are closed.

Top