Blick hinter die Manege
Im Gedenken an Max Beckmann
In der Manege magst du es gern sehen,
da lacht man, stolpert die traurige Gestalt,
bangt, ob noch überm Abgrund finden Halt,
die graziös auf unsichtbarem Seile gehen.
Der Löwe schüttelt ungebärdig seine Mähne,
die Peitsche ward barsch in die Luft geknallt.
Die Elfe wirbelt, man hat ihr Flügel umgeschnallt,
mit Ariel durch goldnen Gischt der Späne.
Doch siehst du nicht, wie im Zirkuswagen
die Müden sich der Seele Haut zerreiben.
Die Elfe läßt von Ariel sich sagen,
sie könne endlich ihm gestohlen bleiben.
Und der die Peitsche schwingt, ihn hört man klagen,
das Untier wird ihn in den Wahnsinn treiben.
Siehe auch:
https://sammlung.staedelmuseum.de/de/werk/zirkuswagen
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