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Terzinen vom Duft der Verse

22.11.2021

Die heiter duften, die Verse sollst du lesen,
denn leuchten sie wie Gras an Regentagen,
wirst du an ihrem grünen Duft genesen.

Und trübte manches Blatt der Rauch von Klagen,
quoll manches auf von salzgekörnten Flecken,
im Rhythmus fühlst du reine Pulse schlagen.

Doch ritzen dich im Dunkel Dornenhecken,
verlierst den Halt in wirren Zeilensprüngen,
magst du am schiefen Bild den Trug entdecken.

Glaub Spiegeln nicht, die dich verzerrend zwingen,
als hohle Fratze in die Nacht zu stieren.
Die Staub nur wirbeln, knick die Talmi-Schwingen.

Bei unbesonnten Versen mußt du frieren,
die aber schimmern mild aus Dämmerungen,
sind Blüten, die den Kranz des Dichters zieren.

Sie duften noch, ist längst der Vers verklungen.

 

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