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Der Glanz verlischt

06.01.2020

Da ist wie scheues Lächeln noch ein matter Glanz
auf jenem Teich, wo wir vorübergingen,
nun aber, da es Regen gibt, verlischt er ganz,
als löste sich dein Bild in weichen Wasserringen.

Doch ragt es eine Stele kalt ins Abendlicht,
gibt mir der schlanken Birke dürres Sirren
zu hören, was die dunkle Gottheit spricht:
Ihr mußtet eins im Labyrinth des andern irren.

Dies nackte Prasseln ist wie Lachen ohne Sinn,
wie dumpf die Erde schluchzt, und drunten grauen
schon Nebel über tote Gärten hin,
als würden Veilchen nie, nie wieder Veilchen blauen.

 

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