Der Urweltsumpf
Kein Segensflügel, der herniedergleitet,
wo jäh versinkt zartgliedriges Gebild
im Sumpf voll Aas, dem bittrer Dunst entquillt,
der Trübsal in das Herz des Dichters leitet.
Wie stürzen lüstern wir in wildes Zischen,
den faulen Schaum im Phrasenkatarakt.
Statt still zu wiegen uns im Psalmentakt,
wird Gischt von Schreien Wort um Wort verwischen.
Die alte Schlange geifert noch im Mund,
Alraune soll, Tollkirsche soll uns nähren,
als würden wir an Giften erst gesund.
Der Seuche Flecken, wie sie sich vermehren,
die Haut der Seele, rissig, Schrund an Schrund.
Nur ohne uns kann Eden wiederkehren.
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