Die reife Kunst
Den Traum gestalte reife Kunst,
bevor die weichen Herzen frieren
und er zerrinnt im Winterdunst,
aus Nüstern Dampf von müden Tieren.
Wir können nicht wie Kiesel lang
in grüner Nacht von Bächen reifen
und harren unter Monden bang,
daß uns die harten Wasser schleifen.
Wir müssen der Vollendung Bild
aus heller Schwermut Knochen schnitzen,
bleibt unser Blut auch ungestillt,
wir sehen noch ein Schönes blitzen.
Und ward des Mundes Blume fahl,
so wollen wir von Abendhöhen
noch schauen, wie im Heimattal
gesproßte Samen Licht erflehen.
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