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Die Rose sinkt

22.07.2022

Die Rose sinkt,
der Sonne gleich,
die untergeht.
Und auch ihr Duft,
der uns belebt
die graue Luft,
verweht.

O laß vom Abendrot
dir sagen,
groß ist ihr Tod.
Auf Wolkenmatten
blüht wie süßes Klagen
um geliebte Schatten,
glüht wie Gipfelschnee
jungfräulichen Tagen,
makellosen,
ein Korallensee
von Rosen.

Der Liebe Lied,
ein Geisterschwan,
das wir gehört,
als alle Welt
im Tau entschlief,
am grellen Lärm
ist es zerschellt
wie Porzellan.

Der einsam
kehrte auf den Stern
der Stille heim,
vernahm
noch einen leisen Reim,
doch fern, sehr fern.

 

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