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Giltst denn mir noch, Himmelsbläue

21.07.2021

Giltst denn mir noch, Himmelsbläue,
wie den leichten Schwingen, freien Stimmen,
die auf deinen Wellen furchtlos schwimmen,
sinkt es auch, schäum um das Herz, das scheue.

Hab hier nichts als taube Worte scharren
aus der Erde dunklen Endzeitmuren,
wie ein Grautier vor knirschendem Karren
schleppen, schichten sie in kahlen Fluren.

Hat dein Seufzen, Wasser, mich verlassen,
dem sich rosig aufgetan die Vogelmire,
daß an dir sich dumpfer Sinn verliere,
Blüten hätt ich, müßten sie auch blassen.

Hab hier nichts als stummes Starren
auf der Erde runzelböses Grinsen,
Lauschen nur, wie Geister scharren
in verdorrter Ufer Schattenbinsen.

 

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