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Im Erinnerungsverlies

20.10.2026

Stapel von Büchern, ungelesen,
rauchversehrt, noch einzuordnen,
auf langem alten Tisch aus Eiche.
Man sieht die Maserung des Lebens,
von scharfer Beize blinde Augen.

O in grüner Krone Gold gewiegt
das Genist von Hähern, Finken, Tauben.

Auf dem Parkett, ringsum auf Stühlen,
in einen dumpfen Schlaf entrückt,
kein Gast kommt mehr, sie aufzuwecken,
Stöße von Papieren, noch abzuheften,
gepreßt von falben Kieselsteinen.

O Äonen, da sie rund geschliffen
heller Wellen lang verstummtes Rauschen.

Und eingesperrt von dumpfer Angst
in sein Erinnerungsverlies,
wo keine Fenster offenstehen,
in stille Bläue zu entrinnen,
der mit sich selber spricht, der Greis.

O die Schreie, die nach Fernen schluchzen,
Kranichschwärme, die gen Süden ziehen.

 

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