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Pascal ohne Gott

15.01.2026

Wer nicht im Schweigen endet,
hat nicht alles gesehen.

E. M. Cioran

 

Gespött der Schöpfersonne,
der Nächte kühler Ruhm,
schwebt fahler Mond sein Geist
hin über menschenferne
Meere.

Der Masken müd durchstreift
er die Elysischen Felder,
hört wie im Traume niedersausen,
das wollusttrunken blitzt,
das Beil.

In den Ruinen von Port-Royale
sticht ihn am Aug ein Dorn,
und er gedenkt der Schwester,
die zu sehen wähnte nah
das Heil.

Hinter den glitzernden Nägeln
auf abertausend Kreuzen der Nacht
erblickt er zwischen A und O
die vom Schrei geschwärzte
Leere.

Auf dem Zettel, den er eingenäht
im Mantelfutter trägt, streicht er
alles durch und läßt nur stehen
non des philosophes et des savants
Feu.

Als er sieht, wie heißer Strahl
das Mark des Daseins höhlt,
kein Sinn den Abgrund jemals füllt,
streicht er auch dies, schreibt hin nur
Creux.

 

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