Rundgesang
Die Blätter bergen dein Gesicht,
die Wolken deine bangen Träume.
Wo finden wir die lichten Räume,
wo reimt die Seelen das Gedicht?
Mit Wolken ziehen bange Träume,
die Blätter öffnen dein Gesicht.
Die Straße flirrt, der Asphalt staubt,
die Sonne peitscht die toten Augen.
Wo werden wir die Stille saugen
von Lippen, die kein Winter raubt?
Die Straße fließt, ein Brunnen staubt,
die Sonne pflanzt den Toten Augen.
Von toten Träumen glänzt der Schnee,
von Kerzen zittern alte Namen.
Wo finden wir den neuen Samen,
wo pflanzen wir das harte Weh?
Ein Seufzen hebt den warmen Schnee,
zu Kerzen werden alte Namen.