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Weißes Laken Schweigen

10.04.2020

Die Erde stäubt aus weißen Schneisen
in einen Himmel ohne Blau.
Mondsichel, scharfes kaltes Eisen,
von Träumen mähend den Verhau.

Die müd ich ließ, des Zagens Stapfen,
sind bald von frischem Schneien blind,
und Hoffen ist wie blaue Zapfen,
wo Glanz von grauen Tropfen rinnt.

Und keines Liedes lichter Flügel
hebt mir den Geist, im Eis erstarrt,
hoch über weißen Grabes Hügel,
wo eine Seele meiner harrt.

So mag mich denn das Schweigen hüllen,
das leichte Laken weiß und rein,
wie Blüten, die mit Leuchten füllen
das Dunkel und das Einsamsein.

 

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