Terzinen von den Lebenspfaden
Des Lebens Linien sind wie schmale Pfade,
die sich an Hochgebirges Graten winden,
sie schlängeln sich, sie gehen nicht gerade.
Wenn wir am Saum die schönen Blumen finden,
gönnt süßer Duft ein kniendes Verweilen,
wir wollen sie nicht brechen, sie nicht binden,
das Glück des reinen Schauens nicht zerteilen,
wenn unsre Pfade Wolken still ergänzen
und Purpurrosen Abends Wehmut heilen.
Des Lebens Linien haben keine Grenzen,
wir sehen auf dem Gipfel fahles Glühen,
der fernen Höhen Joch unwirklich glänzen,
das unantastbar Schöne ist ein Blühen
des Schnees, in dem die Linien sich verlieren,
und Flocken hüllen unsrer Wege Mühen.
Ach, daß die Pfade uns ins Blühen führen.
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