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Unser ist der Tau

18.10.2026

Das ungeschminkte Antlitz bleibe rein,
die Blicke in Absencen flackernd.
Schließt Wimpergeißelschlag das weiche Lid,
tun auf sich Lippen, Purpurfrüchte.

Unbetreten blüht der Anmut Schnee
auf Gipfeln ferner Sterngesänge.
Noch wächst der schmerzlich blitzende Kristall
und sprengt des Abgrunds schwarze Rippen.

Doch unser ist der Tau, im Abendlicht
auf dunklen Wortes Moose rinnend,
dir sanft die Silberlocke bauschend Hauch
von lang versunkenen Sommergärten.

 

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