Trauben glänzen in die Nacht
Wenn von hohen Sommers Reben
Trauben glänzen in die Nacht,
ist des Tages Gang vollbracht,
bleibt ein Schluchzen kaum dem Leben.
Bleiches Leuchten rinnt mit Ranken
über stumme Mauern hin.
Gärt im Dunkeln süß ein Sinn,
dem verdorrte Herzen danken?
Wahrer sagt mit sanftem Fließen
fern ein Wasser dir vom Leid,
veilchenwehe Zärtlichkeit,
Augen, die sich weinend schließen.
Wie verstimmt von Flockenwehen
tönt ein blaues Frühgeläut,
daß die Freude sich erneut,
barfuß magst zum Strome gehen.
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