Wie bleicher Blume Hauch verwehen
Wie bleicher Blume Hauch verwehen,
entfliehen Weltlaufs Wahn und Krach,
des Mondes falsche Träne sehen
mit einem letzten tiefen Ach.
Sich betten unter Wolkenschatten
und ferne glänzt ein blauer Samt
auf Abends dunkelgrünen Matten,
Tau löscht das Aug dir, das noch flammt.
Im Schilf des Dämmers seufzen hören,
und fällt ein weißes Blütenblatt,
erloschner Knospe Licht beschwören,
das sich wie du verschwendet hat.
Noch schimmert auf dem schwarzen Wasser
wie Lilie weiß ihr Angesicht,
und werden alle Bilder blasser,
ihr sanftes Auge wird es nicht.
Nun aber komm, schon tönt ein Singen
von jenen Höhen, süß und klar.
Sind es des Abschieds graue Schwingen,
der Ankunft blaue wunderbar?
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