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Schlummer unter weißem Flieder

09.04.2021

Wir wollen nicht von weitem schauen
der Flamme Tanz, der Flamme Sprühen,
die Wange soll von ihr uns glühen,
der Reif auf unsern Herzen tauen.

Wir sehen gern von fernen Wogen
den Schaum im Wind, ein blaues Leuchten,
doch wollen uns die Augen feuchten,
umwölbt uns zart der Regenbogen.

Im Schlummer unter weißem Flieder
ist uns, als ob die weichen Ranken
von süßem Hauche niederschwanken,
als kehrte Liebe uns noch wieder.

Hat uns zum Trost an Abendstrahlen
der Mohn sich einmal noch entzündet,
sind erste Tropfen schon gemündet
aus Mondes Kelch in Dämmerschalen.

 

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