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Ode auf die Jahreszeiten

05.05.2020

Des Frühlings dunklen Wehlaut aus weichen Mohns
Geblüt, was dunkler rauschen in Riedes Schilf
die bittern Fluten, übertönen
himmlischer klagend die Nachtigallen.

Der Sommer hüllt sein Antlitz in goldnen Rauch,
an harten Halmen seufzen sich Winde müd,
die Teiche färbt der Knospen Aufblick,
sind sie vom Regen erfrischt und duften.

Der Herbst geht nackt durch bebende Zweige, gibt
die reife Süße schwellender Früchte preis
den Südlandpilgern, Trauben aber
dankbaren Herzen zum Wein des Gesangs.

Der Winter hat uns anderen Trost, er füllt
der Kargheit leerem Fühlen die Zeilen auf
mit leichtem Schnee und köstlich wölbt er
schlaflosem Schluchzen die weichen Polster.

 

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