Seufzer in der Winternacht
Daß sich verkehr der Weltenlauf,
am Dorn der Nacht die Blüte scheine,
von einem heilig-nüchtern Weine
die Stirn der Schwermut helle auf.
Und schienen Krüge wir, die leer
auf morschem Kellerbord verstauben,
o fülle Licht von goldnen Trauben,
der sie gebracht von Eden her.
Daß noch ein Lächeln Strahlen mild
in unsre graue Ödnis sende,
die reine Lippe Segen spende,
der aus des Lebens Fülle quillt.
Und schienen Waben wir, die leer
am kahlen Winterast sich härmen,
o laß um Knospen Bienen schwärmen,
der sie gelockt von Eden her.
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