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Drüben, wo die Liebe wohnt

16.11.2022

Psalmen, weicher Wasser Lallen,
Blüten auf dem Strom der Nacht,
sind im Herzen schon zerfallen,
das im Schutt des Traums erwacht.

Augen, die zum Glanz sich feuchten,
offne Knospen, kußbetaut,
wollen uns im Dunkel leuchten,
bis die Brache Abschied graut.

Locken, die im Schneelicht bleichen,
Flügel, flockenübersät,
flattern schon zu fernen Reichen,
wo der Sommer Flammen mäht.

Lichter, die am Fenster zittern,
und sie blassen, glüht der Mond,
Rosen, Seufzer an den Gittern,
drüben, wo die Liebe wohnt.

 

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