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Jenseits der Namen und Blicke

01.03.2017

Wenn sich Ranken leichter wirren,
vom Wind verknotete Fäden,
oder auf dem schwarzen Wasser sich schlingen
Lianen um fahle Abendstrahlen,
die, ertrunken, Sonne längst vergaß …

… sickern aus dem Rascheln dürrer Blätter
Schatten, die wie Kinderhände das Gesicht
bedecken, oder lichte Geister züngeln
an Fenster und Wand – fern-fernes Atmen
hebt aus erloschenem Grase die Nacht.

Du aber weilst, ins Weiß der Rose
gesunken und ins Wiegen ihres Kelchs,
jenseits der Namen und Blicke,
während auf den Wellen verglimmen
Tränen, keusche Blüten des Traums.

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