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Wenn dein Boot versinkt

27.05.2020

Wenn Tropfen auf dem Laubdach klingen,
fahl und geisterhaft,
in strenge Falten kühn sich schwingen,
Windes blauer Taft.

Mit Farnen sich der Nacht entrollen,
Mal des Monds verblaßt,
sich fädeln aus den Nebel-Wollen,
bis die Sonne praßt.

Wo Schlaf in trunkne Schilfe gleitet,
gluckste Wasser süß,
hat sich das Segel ausgebreitet,
Mund der Muse blies.

Und weht ein Duft von Traubenküsten,
Lächelns Knospe blinkt,
schon fühlst du Lippen, die dich mißten,
wenn dein Boot versinkt.

 

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