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Wo kein Vogel singt

29.05.2022

Das Lied des Wassers, es verklang
im dunklen Farn, das Wort ward trocken,
der Wind des Abgrunds aber wrang
die Feuchte aus den Wolkenlocken.

Wie du im warmen Schiefer schliefst,
als stünden still die Sonnenuhren,
schien es im Traum dir, daß du liefst
nach Schatten heimatlicher Fluren.

Und hab ich, Liebe, dich geweckt
mit einer Feder weichen Daunen,
und zucktest auf du, tatst erschreckt,
war feucht dein Blick, ein blaues Staunen.

So stiegen wir, vom Wind beschwingt
durch Laubes Flüstern zu den Brachen
der Höhe, wo kein Vogel singt,
fremdländisch klang, was wir dort sprachen.

 

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