Ernest Christopher Dowson, Spleen
I was not sorrowful, I could not weep,
And all my memories were put to sleep.
I watched the river grow more white and strange,
All day till evening I watched it change.
All day till evening I watched the rain
Beat wearily upon the window pane.
I was not sorrowful, but only tired
Of everything that ever I desired.
Her lips, her eyes, all day became to me
The shadow of a shadow utterly.
All day mine hunger for her heart became
Oblivion, until the evening came,
And left me sorrowful, inclined to weep,
With all my memories that could not sleep.
Trübsinn
Ich hatte keine Tränen, wußte keinen Kummer.
Und meine Geister wiegte ich in Schlummer.
Den Fluß sah heller ich und seltsam schäumen.
Bis Abend wurde, sah ich wie in Träumen.
Ich hörte bis zum Abend Regentropfen
zart an die Fensterscheiben klopfen.
Ich war nicht traurig, mich zog nur kein Verlangen
zu all den Dingen, woran mein Herz gehangen.
Ihre Lippen, ihre Augen wurden Schatten,
die jener letzten Schatten Leere hatten.
Mein Hunger auf ihr Herz, er war vergangen,
vergessen schon, da Abend mich umfangen
und mir die Tränen ließ, den Kummer
und meine Geister. Die fanden keinen Schlummer.
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