Skip to content

Staub der Sprache

26.08.2025

Was aus der Dunkelheit hervorgequollen,
hat schimmernd uns den öden Karst genetzt,
das Wort. Und es versickerte. Zuletzt
ging, was dank ihm ins Licht gedrängt, verschollen.
Umsonst, den Staub der Sprache aufzuwühlen,
ertaubter Sinn kann Wahres nicht mehr fühlen.

Hoch mußt du zwischen kahlen Felsen steigen,
wo kaum noch Moos erweicht die harsche Bahn,
das edle Blau zu finden, Enzian,
die leere Fülle im entrückten Schweigen.
Die Blüte sollst du ungebrochen lassen,
sie würde dir beim Abstieg bald erblassen.

 

Comments are closed.

Top