Ein Duft aus Eden
Wir gingen auf dem Samt der Nacht,
fern von der Menschen Dünsten.
Das Haar bestäubte uns zur Pracht
der Wind mit Geister-Pollen.
Es wirrten Augen rings im Gras,
die mochten uns beschauen.
Der Himmel war ein blaues Glas,
ein Spiegel stiller Wolken.
Schmolz dir nicht ein Blumen-Herz
im Kelch ertrunkner Hände?
Und taute fernen Gottes Stern
dir nicht im Mund zum Liede?
Es tropften aus der grünen Kluft
neue Seelen auf die Farne.
Warʼs dein Lächeln, floß aus Eden Duft,
woran mein Traum erblaßte?