<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Gedichte</title>
	<atom:link href="http://www.luxautumnalis.de/category/gedichte/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.luxautumnalis.de</link>
	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
	<lastBuildDate>Tue, 14 Jul 2026 22:30:53 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
		<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
		<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=3.9.40</generator>
	<item>
		<title>Das untergegangene Bild</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-untergegangene-bild/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-untergegangene-bild/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 22:10:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oden]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Das untergegangene Bild Oden philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36036</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die Ozeane, schäumend, saugt Mond sie an, die übers Ufer treten, Ströme, umschilft von Nacht, was Leben hat erdichtet, Wasser, Spuren im Sande, löscht aus es wieder. Die hohen Male, gleißend im Strahl des Ruhms, wo hieratisch goldene Chiffre glänzt, sie schwanken schon, sind unterspült vom Glucksen der Wellen und dunklem Seufzen. Die Flammen aber, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-untergegangene-bild/">Das untergegangene Bild</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ozeane, schäumend, saugt Mond sie an,<br />
die übers Ufer treten, Ströme, umschilft von Nacht,<br />
was Leben hat erdichtet, Wasser,<br />
Spuren im Sande, löscht aus es wieder.</p>
<p>Die hohen Male, gleißend im Strahl des Ruhms,<br />
wo hieratisch goldene Chiffre glänzt,<br />
sie schwanken schon, sind unterspült vom<br />
Glucksen der Wellen und dunklem Seufzen.</p>
<p>Die Flammen aber, züngelnd im trocknen Gras,<br />
ins Waldreich fräsen gierig sie Schneisen ein.<br />
Der einst sie barg für Vestas Herde,<br />
wischt sich vergebens den Ruß vom Antlitz.</p>
<p>Als Satans Fackel ragt das Gipfelkreuz<br />
und kündet, Asche werde des Lebens Baum.<br />
Die man ihm nahm, des Laubwerks Schatten,<br />
können des Sterbenden Stirn nicht kühlen.</p>
<p>Wir Dämmertrunknen trauern dem Bild nicht nach,<br />
das Lethe schluckt, verrunzelt vom Funkenfraß.<br />
Was einst ikonengleich gelächelt,<br />
wurde zernarbt vom Geschmeiß des Zeitgeists.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-untergegangene-bild/">Das untergegangene Bild</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/das-untergegangene-bild/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Brodem schwarzer Bitternisse</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/brodem-schwarzer-bitternisse/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/brodem-schwarzer-bitternisse/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 22:10:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oden]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Brodem schwarzer Bitternisse Oden philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36033</guid>
		<description><![CDATA[<p>Sehr fern und leise tönen Kristallen gleich Gesänge, wie von Kelchen ein Widerhall, die festtagsfreudig überschäumten: Tropfen entflammten den Schnee der Höhen. Du hörst sie, Dichter, noch in den Nächten, wenn sich schlaflos wälzt die Seele und bangend fragt, wohin entschwand, was Schönes liebte, Schwan ward und Leda mit Traum umflockte, aus Quellen tauchte, schuppiger [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/brodem-schwarzer-bitternisse/">Brodem schwarzer Bitternisse</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr fern und leise tönen Kristallen gleich<br />
Gesänge, wie von Kelchen ein Widerhall,<br />
die festtagsfreudig überschäumten:<br />
Tropfen entflammten den Schnee der Höhen.</p>
<p>Du hörst sie, Dichter, noch in den Nächten, wenn<br />
sich schlaflos wälzt die Seele und bangend fragt,<br />
wohin entschwand, was Schönes liebte,<br />
Schwan ward und Leda mit Traum umflockte,</p>
<p>aus Quellen tauchte, schuppiger Nymphe Glanz,<br />
entführte tief in Grotten Horaz hinab,<br />
doch triefend stieg empor er wieder,<br />
bergend die Muschel, der Verse Perlmutt.</p>
<p>Entfloh auch Daphne schauernd vorm Gott des Lichts,<br />
war Kuß der Strahl, der goldene, schon dem Schoß,<br />
zum Lorbeer wurde sie verwandelt,<br />
daß als Bekränzter Apollon singe.</p>
<p>Uns scheint verhängt, ein Grabtuch der Nacht, das Vlies,<br />
gewebt aus Fäden schäbigen Garns, gebläht<br />
vom Brodem schwarzer Bitternisse:<br />
Taub sind die Finger der Morgenröte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/brodem-schwarzer-bitternisse/">Brodem schwarzer Bitternisse</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/brodem-schwarzer-bitternisse/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Schlüssel bist du selber</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-schluessel-bist-du-selber/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-schluessel-bist-du-selber/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2026 22:05:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oden]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Der Schlüssel bist du selber Oden philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36029</guid>
		<description><![CDATA[<p>Der Schlüssel bist du selber. Sobald dein Bild im Blau von Augen zarter als Dunst verschwebt, an deiner Seite Anmut schreitet, hat sich schon leise die Tür geöffnet. Die Knospe Mund, verschlossen, vom Mond gekränkt, sie tut sich auf, haucht flüsternd dein Mund sie an. Und wenn du ihren Duft einatmest, nährt sich dein Geist [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-schluessel-bist-du-selber/">Der Schlüssel bist du selber</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schlüssel bist du selber. Sobald dein Bild<br />
im Blau von Augen zarter als Dunst verschwebt,<br />
an deiner Seite Anmut schreitet,<br />
hat sich schon leise die Tür geöffnet.</p>
<p>Die Knospe Mund, verschlossen, vom Mond gekränkt,<br />
sie tut sich auf, haucht flüsternd dein Mund sie an.<br />
Und wenn du ihren Duft einatmest,<br />
nährt sich dein Geist am Gewölk des fremden.</p>
<p>Stehst aber du vor Hieroglyphen starr,<br />
vorm kalten Funkeln nächtlicher Sterngewalt,<br />
erahn, wie tauend niederperlten<br />
Eisblumen: Heiß ging im Schlaf dein Atem.</p>
<p>Doch sei vor Gauklern, Worttürmern, auf der Hut,<br />
sie stopfen wunde Herzen mit Phrasen voll,<br />
als wär ein Passepartout, was glitzert:<br />
einmal gedreht, schon entzweigebrochen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-schluessel-bist-du-selber/">Der Schlüssel bist du selber</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/der-schluessel-bist-du-selber/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die begrünte Schwelle</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-begruente-schwelle/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-begruente-schwelle/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 11 Jul 2026 22:02:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oden]]></category>
		<category><![CDATA[Die begrünte Schwelle Oden lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36026</guid>
		<description><![CDATA[<p>Sieh, die verwaist, die Schwelle begrünt ein Moos. Was aber Lippen seufzten, geküßt im Schlaf, ist aufgeblüht noch in der Nacht dem sinnenden Herzen, das wach geblieben. Der Schatten wandert neben dem Einsamen. Und taucht den Blick der Dürstende, sieht er sich, ein trunknes Bild des weichen Wassers. Milde befeuchtet den Mund der Erdgeist. Schloß [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-begruente-schwelle/">Die begrünte Schwelle</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sieh, die verwaist, die Schwelle begrünt ein Moos.<br />
Was aber Lippen seufzten, geküßt im Schlaf,<br />
ist aufgeblüht noch in der Nacht dem<br />
sinnenden Herzen, das wach geblieben.</p>
<p>Der Schatten wandert neben dem Einsamen.<br />
Und taucht den Blick der Dürstende, sieht er sich,<br />
ein trunknes Bild des weichen Wassers.<br />
Milde befeuchtet den Mund der Erdgeist.</p>
<p>Schloß auch die Knospe traurig die Lider schon,<br />
es schwebt ein Duft noch lange im Dämmer fort.<br />
Dort mögen schweigend Arm in Arm<br />
Liebende wandeln, gewiegt von Träumen.</p>
<p>Dich aber Dichter nähret ein Honiglicht<br />
und des Erinnerns liebliches Schattenspiel.<br />
Gestillt vom Blut der Verse scheint<br />
selbst noch zu lächeln des Dämons Fratze.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-begruente-schwelle/">Die begrünte Schwelle</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/die-begruente-schwelle/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wohin denn Dichter</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/wohin-denn-dichter/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/wohin-denn-dichter/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2026 22:11:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oden]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Wohin denn Dichter Oden poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36024</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wohin denn Dichter, watest du nicht längst im Sumpf, sind nicht Gespenster, Wahn, was dir Fäulnis wölkt? Wie kannst du deine Furchen ziehen, fällt, was du säst, was du hoffst, ins Dunkel? Gedenkst du aber Abrams Geschick und willst in Auen wandern, selig begrünt vom Licht, klafft jäh ein Abgrund auf, kein Engel reißt dich [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/wohin-denn-dichter/">Wohin denn Dichter</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wohin denn Dichter, watest du nicht längst im Sumpf,<br />
sind nicht Gespenster, Wahn, was dir Fäulnis wölkt?<br />
Wie kannst du deine Furchen ziehen,<br />
fällt, was du säst, was du hoffst, ins Dunkel?</p>
<p>Gedenkst du aber Abrams Geschick und willst<br />
in Auen wandern, selig begrünt vom Licht,<br />
klafft jäh ein Abgrund auf, kein Engel<br />
reißt dich hinan und kein Flügelrauschen.</p>
<p>So mag ein Schilf dich bergen, wenn schon der Mond<br />
steigt fahl empor, o schwebendes Totenmal.<br />
Da ächzt das Röhricht unterm Kiele.<br />
Klebt noch zum Fahrgeld ein Vers am Gaumen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/wohin-denn-dichter/">Wohin denn Dichter</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/wohin-denn-dichter/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Blindenschrift</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/blindenschrift/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/blindenschrift/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 22:06:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Blindenschrift Sonette poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36022</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die Knospen rufen, bis die Nacht sie schließt. Aufs Blatt schreibt Licht und Dunkel Hieroglyphen. Die Seelen, die in zarten Schalen schliefen, du schlägst sie, weckst sie, Dichter, auf und liest. Doch liest du nicht mit Augen, sondern blind, wie Blindenfinger eingekerbte Zeichen hellsichtig, dunkel fühlend überstreichen, ob Boten sie des Unsichtbaren sind. So zieht [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/blindenschrift/">Blindenschrift</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Knospen rufen, bis die Nacht sie schließt.<br />
Aufs Blatt schreibt Licht und Dunkel Hieroglyphen.<br />
Die Seelen, die in zarten Schalen schliefen,<br />
du schlägst sie, weckst sie, Dichter, auf und liest.</p>
<p>Doch liest du nicht mit Augen, sondern blind,<br />
wie Blindenfinger eingekerbte Zeichen<br />
hellsichtig, dunkel fühlend überstreichen,<br />
ob Boten sie des Unsichtbaren sind.</p>
<p>So zieht den Träumer hohen Mondes Gang<br />
ins Fluten aufgeschäumter Meereswellen.<br />
So wird das Schweigen Gottes zum Gesang<br />
in Davids Psalmen, der Oase Quellen.</p>
<p>O mürbes Blatt, zernagt von Parasiten,<br />
das dich verstummen macht, den Eremiten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/blindenschrift/">Blindenschrift</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/blindenschrift/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Finis Hesperiae</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/finis-hesperiae/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/finis-hesperiae/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 22:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Finis Hesperiae Zeitgedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36014</guid>
		<description><![CDATA[<p>Gepanschten Wein hat Narren man kredenzt, doch Fusel kann die Wahrheit nicht erwecken. Als Frau hofiert man schamlos, was geschwänzt. Ein Dildo soll, was unfruchtbar, verdecken. Den weißen Schaum um Aphrodites Lenden bepißt ein Neger, dem sie Freibier spenden. Der Wohllaut frühen Sanges ist verhaßt, die Chöre, die ins Morgenrot geschritten. Die zarten Rosen Walthers [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/finis-hesperiae/">Finis Hesperiae</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gepanschten Wein hat Narren man kredenzt,<br />
doch Fusel kann die Wahrheit nicht erwecken.<br />
Als Frau hofiert man schamlos, was geschwänzt.<br />
Ein Dildo soll, was unfruchtbar, verdecken.</p>
<p>Den weißen Schaum um Aphrodites Lenden<br />
bepißt ein Neger, dem sie Freibier spenden.</p>
<p>Der Wohllaut frühen Sanges ist verhaßt,<br />
die Chöre, die ins Morgenrot geschritten.<br />
Die zarten Rosen Walthers sind verblaßt,<br />
umsonst hat Trakls Herz die Nacht durchlitten.</p>
<p>Nun zucken Schatten in obszönen Gesten,<br />
Wahnschrei entquillt von Lippen, längst verwesten.</p>
<p>Der Haß auf alles Edle ist uralt,<br />
der Neid ein Erbteil dunkler Erddämonen,<br />
wenn Lachen aus den hohen Sälen schallt,<br />
wo leichten Lebens blonde Götter wohnen.</p>
<p>Das Gift ist in die Blutbahn schon gedrungen,<br />
verdüstert selbst, die einst das Licht besungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/finis-hesperiae/">Finis Hesperiae</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/finis-hesperiae/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nun geh ich diesen Pfad allein</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/nun-geh-ich-diesen-pfad-allein/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/nun-geh-ich-diesen-pfad-allein/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 22:05:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Nun geh ich diesen Pfad allein Liebesgedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36011</guid>
		<description><![CDATA[<p>Das Schilf des Ufers seufzte weich, als Arm in Arm wir sind gegangen, vor uns die Wolke, lilienbleich wie deine Lider, deine Wangen. Wind hat noch scheuen Duft gebracht von Rosen, die schon halb verschlossen, aus Gärten, wo die Huldin Nacht des süßen Schweigens Tau ergossen. Dir hat, barg auch das Herz noch Glut, ein [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/nun-geh-ich-diesen-pfad-allein/">Nun geh ich diesen Pfad allein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Schilf des Ufers seufzte weich,<br />
als Arm in Arm wir sind gegangen,<br />
vor uns die Wolke, lilienbleich<br />
wie deine Lider, deine Wangen.</p>
<p>Wind hat noch scheuen Duft gebracht<br />
von Rosen, die schon halb verschlossen,<br />
aus Gärten, wo die Huldin Nacht<br />
des süßen Schweigens Tau ergossen.</p>
<p>Dir hat, barg auch das Herz noch Glut,<br />
ein kühler Hauch den Mund versiegelt.<br />
Ich schwamm auf deines Schweigens Flut,<br />
wo sich des Mondes Glanz gespiegelt.</p>
<p>Nun geh ich diesen Pfad allein.<br />
Kein Duft, kein Stern ist, mir zu sagen,<br />
wohin wie eines Grabes Stein<br />
der Liebe Bildnis ich soll tragen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/nun-geh-ich-diesen-pfad-allein/">Nun geh ich diesen Pfad allein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/nun-geh-ich-diesen-pfad-allein/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Des Bewußtseins Fron</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/des-bewusstseins-fron/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/des-bewusstseins-fron/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2026 22:03:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Des Bewußtseins Fron Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36004</guid>
		<description><![CDATA[<p>Nachts sickern Stimmen durch die Mauerfugen. So klingen lebensfeuchte Zungen nicht. Es sind die Ahnen, die das Dunkel trugen und sich verzehrt nach sanfter Blicke Licht. Nachts ächzen Dielen unbetretener Treppen. So weckt kein mürbes Holz, was aufrecht geht. Es sind Lemuren, die zur Tür sich schleppen, wo ihres Grabes Schmach, dein Name, steht. Und [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/des-bewusstseins-fron/">Des Bewußtseins Fron</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nachts sickern Stimmen durch die Mauerfugen.<br />
So klingen lebensfeuchte Zungen nicht.<br />
Es sind die Ahnen, die das Dunkel trugen<br />
und sich verzehrt nach sanfter Blicke Licht.</p>
<p>Nachts ächzen Dielen unbetretener Treppen.<br />
So weckt kein mürbes Holz, was aufrecht geht.<br />
Es sind Lemuren, die zur Tür sich schleppen,<br />
wo ihres Grabes Schmach, dein Name, steht.</p>
<p>Und wenn du in der Sonne wandelst, heiter,<br />
geht dir zur Seit, Obszönes mauschelnd, Hohn<br />
auf Gottes Bildnis, Schatten, dein Begleiter.</p>
<p>O sinke wieder in den schwarzen Mohn,<br />
daß dir den Kosmos löscht der Wahnbereiter,<br />
für Stunden lockert des Bewußtseins Fron.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/des-bewusstseins-fron/">Des Bewußtseins Fron</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/des-bewusstseins-fron/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>O Bruder Tod</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/o-bruder-tod/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/o-bruder-tod/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2026 22:11:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[O Bruder Tod philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35985</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wie es auch sei, das Leben, es ist gut. Johann Wolfgang von Goethe &#160; Die Drossel saß auf zart bemoostem Pfahl. Die Schwester sang ihr Lied im Morgenrot. Es wärmte sich das Herz am Liebesstrahl. Die rote Lust des Bluts ahnt nichts vom Tod. Die Drossel sang ihr Lied im Morgenrot. Wie es auch sei, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/o-bruder-tod/">O Bruder Tod</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wie es auch sei, das Leben, es ist gut.<br />
</em>Johann Wolfgang von Goethe</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Drossel saß auf zart bemoostem Pfahl.<br />
Die Schwester sang ihr Lied im Morgenrot.<br />
Es wärmte sich das Herz am Liebesstrahl.<br />
Die rote Lust des Bluts ahnt nichts vom Tod.</p>
<p>Die Drossel sang ihr Lied im Morgenrot.<br />
Wie es auch sei, das Leben, es ist gut.<br />
Ein banges Pulsen schwang sich ein ins Lot,<br />
als tropfe in den Adern Licht ins Blut.</p>
<p>Wie es auch sei, das Leben, es ist gut.<br />
Doch glimmt der stille Schnee im Abendrot,<br />
seufzt unterm Eise hohen Lebens Flut.<br />
Sanft komme, fleht das Herz, o Bruder Tod.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/o-bruder-tod/">O Bruder Tod</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/o-bruder-tod/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Dichters Meerfahrt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/dichters-meerfahrt/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/dichters-meerfahrt/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2026 22:07:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Dichters Meerfahrt poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35978</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wenn Trübnis auf der Seele Iris klebt, wird auch kein Glanz in die Kajüte dringen. Auf Schatten wogt das Wort, die Traum gewebt, im Dunst des Hafens weiß es nicht zu singen. Reib, Dichter, dir den Schlaf vom Seherauge, daß es zur Sicht auf ferne Küsten tauge. Schon schreit die Möwe, braust der Ozean, die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/dichters-meerfahrt/">Dichters Meerfahrt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Trübnis auf der Seele Iris klebt,<br />
wird auch kein Glanz in die Kajüte dringen.<br />
Auf Schatten wogt das Wort, die Traum gewebt,<br />
im Dunst des Hafens weiß es nicht zu singen.<br />
Reib, Dichter, dir den Schlaf vom Seherauge,<br />
daß es zur Sicht auf ferne Küsten tauge.</p>
<p>Schon schreit die Möwe, braust der Ozean,<br />
die Insel schimmert, Gischt trinkt ihre Kreide,<br />
der Azur aber, rein und diaphan,<br />
umhüllt dein Lied wie blauer Sehnsucht Seide.<br />
Bring heim die goldne Frucht in ihrem Bausche,<br />
daß uns ihr Duft entrückt zu hellem Rausche.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/dichters-meerfahrt/">Dichters Meerfahrt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/dichters-meerfahrt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Fäulnis Zwitterboten</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-faeulnis-zwitterboten/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-faeulnis-zwitterboten/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 22:09:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Der Fäulnis Zwitterboten Sonette Zeitgedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35973</guid>
		<description><![CDATA[<p>In Erinnerung an Günter Eich Das Herz ergraut, im Niemandsland geboren, trieft bald der Mund von fadem Phrasenschleim. Es ging der Ahnen lichtgezeugter Keim als schwarze Blume auf, Gespött der Horen. Was Wohlgeruch verströmen sollte, süßen, daß Träume sich die edle Seele trinkt, entartete, ein blühend Aas, das stinkt nach kruder Verse ungewaschenen Füßen. Um [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-faeulnis-zwitterboten/">Der Fäulnis Zwitterboten</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>In Erinnerung an Günter Eich</em></p>
<p>Das Herz ergraut, im Niemandsland geboren,<br />
trieft bald der Mund von fadem Phrasenschleim.<br />
Es ging der Ahnen lichtgezeugter Keim<br />
als schwarze Blume auf, Gespött der Horen.</p>
<p>Was Wohlgeruch verströmen sollte, süßen,<br />
daß Träume sich die edle Seele trinkt,<br />
entartete, ein blühend Aas, das stinkt<br />
nach kruder Verse ungewaschenen Füßen.</p>
<p>Um Anusrosen schwirrt Zeitgeist-Gelichter,<br />
ekstatisch leckt es, die Todpollen koten,<br />
und was es schlürft, sein Nektar ist Urin.</p>
<p>O schweigt vom Land der Denker und der Dichter.<br />
Uns künden dreist der Fäulnis Zwitterboten,<br />
sie glänze wie ein Vers von Hölderlin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-faeulnis-zwitterboten/">Der Fäulnis Zwitterboten</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/der-faeulnis-zwitterboten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Fenster und der Turm</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-fenster-und-der-turm/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-fenster-und-der-turm/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2026 22:01:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Das Fenster und der Turm Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35968</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dem Andenken an Friedrich Hölderlin Das Fenster, wo er stand, dem Licht zu danken und auf den lieblichen, den Neckarauen den milden Glanz des Morgentaus zu schauen, sieh, wie es fahle Schatten überranken. Die sich zum blauen Äther aufgeschwungen, zerkratzt von Schreien ward der Samt der Töne, die er beschwor, daß sich der Geist versöhne, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-fenster-und-der-turm/">Das Fenster und der Turm</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dem Andenken an Friedrich Hölderlin</em></p>
<p>Das Fenster, wo er stand, dem Licht zu danken<br />
und auf den lieblichen, den Neckarauen<br />
den milden Glanz des Morgentaus zu schauen,<br />
sieh, wie es fahle Schatten überranken.</p>
<p>Die sich zum blauen Äther aufgeschwungen,<br />
zerkratzt von Schreien ward der Samt der Töne,<br />
die er beschwor, daß sich der Geist versöhne,<br />
verschluckt vom Dunst der Stern, den er besungen.</p>
<p>Wir hören schon das Turmgemäuer splittern,<br />
als stießen einen Rammbock die Titanen,<br />
sich Brachland, Wüsteneien zu erschließen.</p>
<p>Der barhaupt weilte unter den Gewittern,<br />
ließ uns Enterbten nur ein dumpfes Ahnen,<br />
wie Lichtgesänge jäh zum Orkus fließen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-fenster-und-der-turm/">Das Fenster und der Turm</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/das-fenster-und-der-turm/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zarter Worte Schmerzensfalten</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/zarter-worte-schmerzensfalten/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/zarter-worte-schmerzensfalten/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2026 22:06:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Zarter Worte Schmerzensfalten poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35966</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ein welkes Blatt, das auf dem Wasser schwimmt, und grüner Dämmer hat es schon verschlungen. So wogt der Vers, der dunkle gibt und nimmt, doch keiner weiß, ward er verschluckt, zersungen, wird er versickern bald im Blütenlosen, noch Feuchte bringen fernen Sommers Rosen. Was durch das Uferschilf des Traumes glitt, die stummen Schatten lassen sich [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/zarter-worte-schmerzensfalten/">Zarter Worte Schmerzensfalten</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein welkes Blatt, das auf dem Wasser schwimmt,<br />
und grüner Dämmer hat es schon verschlungen.<br />
So wogt der Vers, der dunkle gibt und nimmt,<br />
doch keiner weiß, ward er verschluckt, zersungen,<br />
wird er versickern bald im Blütenlosen,<br />
noch Feuchte bringen fernen Sommers Rosen.</p>
<p>Was durch das Uferschilf des Traumes glitt,<br />
die stummen Schatten lassen sich nicht halten.<br />
Ob kund sich tut, was einsam Liebe litt,<br />
fühlt sich an zarter Worte Schmerzensfalten.<br />
Die süß gelallten sind wie glatte Seide,<br />
ihr Glanz tönt hell auf stummer Puppen Kleide.</p>
<p>Dort liegt die Muschel, weiß und keusch, im Sand.<br />
Ob sie die Perle birgt, gleicht dem Versprechen,<br />
das sich erfüllt nur, wenn verruchte Hand<br />
es wagt, den Perlmuttschaum entzweizubrechen.<br />
Wir aber wollen sanft ans Ohr sie heben,<br />
zu lauschen, ob noch fern Sirenen leben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/zarter-worte-schmerzensfalten/">Zarter Worte Schmerzensfalten</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/zarter-worte-schmerzensfalten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Im Hungerwinter</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/im-hungerwinter/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/im-hungerwinter/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 22:03:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Im Hungerwinter philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35962</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wie staubig war die Hand. Sie hat gewühlt im trocknen Acker nach vergessenen Knollen. Herbst war. Doch hat er Winter schon gefühlt, als wär sein graues Herz im Schnee verschollen. Und Winter kam. Es leckte wüst im Herd die Hungerglut nach ferner Kindheit Brühen. Und ächzten Scheite, hat er sich verzehrt nach eines Mundes seufzendem [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/im-hungerwinter/">Im Hungerwinter</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie staubig war die Hand. Sie hat gewühlt<br />
im trocknen Acker nach vergessenen Knollen.<br />
Herbst war. Doch hat er Winter schon gefühlt,<br />
als wär sein graues Herz im Schnee verschollen.</p>
<p>Und Winter kam. Es leckte wüst im Herd<br />
die Hungerglut nach ferner Kindheit Brühen.<br />
Und ächzten Scheite, hat er sich verzehrt<br />
nach eines Mundes seufzendem Erglühen.</p>
<p>Doch hat er nur ein kaltes Glas behaucht,<br />
das hoher Anmut Blumenantlitz schreinte.<br />
Das Bild verschwamm, als wär es eingetaucht<br />
in Wasser, die ein Quell im Dunkel weinte.</p>
<p>Der Herd erlosch. Ihm schien im Traum ein Wild<br />
im Schnee zu scharren. Aus der Furche ragten<br />
bloß Knochen. Unterm Huf sang orphisch mild,<br />
was stumm die Geister trug, die es zernagten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/im-hungerwinter/">Im Hungerwinter</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/im-hungerwinter/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vom Sinn dichterischen Sagens</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/vom-sinn-dichterischen-sagens/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/vom-sinn-dichterischen-sagens/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 22:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Vom Sinn dichterischen Sagens poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35960</guid>
		<description><![CDATA[<p>Was dunkel wir erahnen, vag empfinden, ist zarten Staubgefäßen, Pollen gleich. Sie wehen hin. Doch haften sie an Fühlern weich, wenn Falter sich ins Blumendunkel winden. Wie sie den Keim zu ihren Schwestern tragen, daß sie an fremder Schöne würden reich, kann flügelnd dichterisches Wort uns sagen. Wie Früchte, Dämmerlaubes späte Sonnen, blieb, was wir [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/vom-sinn-dichterischen-sagens/">Vom Sinn dichterischen Sagens</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Was dunkel wir erahnen, vag empfinden,<br />
ist zarten Staubgefäßen, Pollen gleich.<br />
Sie wehen hin. Doch haften sie an Fühlern weich,<br />
wenn Falter sich ins Blumendunkel winden.<br />
Wie sie den Keim zu ihren Schwestern tragen,<br />
daß sie an fremder Schöne würden reich,<br />
kann flügelnd dichterisches Wort uns sagen.</p>
<p>Wie Früchte, Dämmerlaubes späte Sonnen,<br />
blieb, was wir heiß begehrten, ungepflückt.<br />
Der Glanz von Tropfen, der uns früh entzückt,<br />
im Abendschatten ist er hingeronnen.<br />
Doch kann ein Dichter es uns wiedergeben.<br />
Die Frucht ward ihm in Liedes Herbst entrückt,<br />
von Reimen überglänzt das stille Leben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/vom-sinn-dichterischen-sagens/">Vom Sinn dichterischen Sagens</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/vom-sinn-dichterischen-sagens/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Prüfe, wer aus Vollmacht spricht</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/pruefe-wer-aus-vollmacht-spricht/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/pruefe-wer-aus-vollmacht-spricht/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2026 22:02:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Religiöse Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Prüfe wer aus Vollmacht spricht Sonette religiöse Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35956</guid>
		<description><![CDATA[<p>Sieh, Finger aus dem Abgrund jäh gereckt, sie zucken tierhaft, stummer Ängste Krallen. Stumm, Dichter, bleibt auch deiner Schwermut Lallen, der Sintflut Gischt, von Gottes Sturm geweckt. Sieh auch, wie Gnade aus dem Abgrund reißt, in Segensgesten löset sie die Krämpfe. Daß dir den Schrei zu sanften Psalmen dämpfe, der Wasser wandelte in Wein, der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/pruefe-wer-aus-vollmacht-spricht/">Prüfe, wer aus Vollmacht spricht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sieh, Finger aus dem Abgrund jäh gereckt,<br />
sie zucken tierhaft, stummer Ängste Krallen.<br />
Stumm, Dichter, bleibt auch deiner Schwermut Lallen,<br />
der Sintflut Gischt, von Gottes Sturm geweckt.</p>
<p>Sieh auch, wie Gnade aus dem Abgrund reißt,<br />
in Segensgesten löset sie die Krämpfe.<br />
Daß dir den Schrei zu sanften Psalmen dämpfe,<br />
der Wasser wandelte in Wein, der Geist.</p>
<p>Drum prüfe, wer dir in dein Dunkel spricht.<br />
Verwirf des Hochmuts Girren, feiles Spotten,<br />
das Diener hohler Götzen grinsen macht.</p>
<p>Das Schöpferwort erkennest du am Licht.<br />
Laß es versengen Dämons trockne Motten –<br />
ins Lied gehüllt führt es uns durch die Nacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/pruefe-wer-aus-vollmacht-spricht/">Prüfe, wer aus Vollmacht spricht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/pruefe-wer-aus-vollmacht-spricht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Traumgerank</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/traumgerank/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/traumgerank/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 22:03:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Traumgerank philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35952</guid>
		<description><![CDATA[<p>Verglühend wölkt uns Sommer Rauch. Wie wir im Schattenlaub von Linden uns leichter in den Abschied finden, umweht ihn auch der Wehmut Hauch. Was fern wie helles Rauschen quillt aus schlummerloser Erde Schründen, sind Stimmen, die ins Dunkel münden, der Liebe Seufzen, ungestillt. Den mürben Lippen ist kein Trank, daß er zum Liede sie befeuchte. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/traumgerank/">Traumgerank</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Verglühend wölkt uns Sommer Rauch.<br />
Wie wir im Schattenlaub von Linden<br />
uns leichter in den Abschied finden,<br />
umweht ihn auch der Wehmut Hauch.</p>
<p>Was fern wie helles Rauschen quillt<br />
aus schlummerloser Erde Schründen,<br />
sind Stimmen, die ins Dunkel münden,<br />
der Liebe Seufzen, ungestillt.</p>
<p>Den mürben Lippen ist kein Trank,<br />
daß er zum Liede sie befeuchte.<br />
Die Nacht taucht ihre fahle Leuchte<br />
in unser schwankes Traumgerank.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/traumgerank/">Traumgerank</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/traumgerank/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zum Schnee, zur Stille</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/zum-schnee-zur-stille/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/zum-schnee-zur-stille/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 22:05:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Zum Schnee zur Stille Sonette poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35950</guid>
		<description><![CDATA[<p>Und bist du seitwärts einst auch abgezweigt, den Pfad zu wandeln in die Mythenfülle, allmählich stieg er auf zum Schnee, zur Stille, wo Enzian in weißer Leere schweigt. Den Proviant der Worte hast du aufgezehrt, dem Strahl der Sonne ähnlich, die von Osten uns anbefiehlt, den lichten Sinn zu kosten, bevor der Seele Tag ins [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/zum-schnee-zur-stille/">Zum Schnee, zur Stille</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Und bist du seitwärts einst auch abgezweigt,<br />
den Pfad zu wandeln in die Mythenfülle,<br />
allmählich stieg er auf zum Schnee, zur Stille,<br />
wo Enzian in weißer Leere schweigt.</p>
<p>Den Proviant der Worte hast du aufgezehrt,<br />
dem Strahl der Sonne ähnlich, die von Osten<br />
uns anbefiehlt, den lichten Sinn zu kosten,<br />
bevor der Seele Tag ins Dunkel kehrt.</p>
<p>So leg dich in den Schnee, der Träume Gischt,<br />
den kühlen Trost der Schwermutkranken,<br />
bis an der Wimper zittert trüber Tau.</p>
<p>Schon hat die Träne dir das Bild verwischt.<br />
Und was geblüht an grüner Verse Ranken,<br />
versinkt in einem orphisch tiefen Blau.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/zum-schnee-zur-stille/">Zum Schnee, zur Stille</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/zum-schnee-zur-stille/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ihr heiter-ernsten Töne</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ihr-heiter-ernsten-toene/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/ihr-heiter-ernsten-toene/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 22:02:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ihr heiter-ernsten Töne Eduard Mörike poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35942</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dem Andenken an Eduard Mörike Ihr heiter-ernsten Töne, o Äolsharfenklang, der Windsbraut Traumgesang, von Schwermut sanfte Schöne. Mag auch die Sonne sinken, Mond schwebt im Veilchenblau, läßt uns die Schöne Lau aus ihrer Quelle trinken. Und schneidet Tages Schrillen, lockt uns dein Lied alsbald in seinen Dämmerwald, den wunden Sinn zu stillen. Ihr heiter-ernsten Töne, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ihr-heiter-ernsten-toene/">Ihr heiter-ernsten Töne</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dem Andenken an Eduard Mörike<br />
</em><br />
Ihr heiter-ernsten Töne,<br />
o Äolsharfenklang,<br />
der Windsbraut Traumgesang,<br />
von Schwermut sanfte Schöne.</p>
<p>Mag auch die Sonne sinken,<br />
Mond schwebt im Veilchenblau,<br />
läßt uns die Schöne Lau<br />
aus ihrer Quelle trinken.</p>
<p>Und schneidet Tages Schrillen,<br />
lockt uns dein Lied alsbald<br />
in seinen Dämmerwald,<br />
den wunden Sinn zu stillen.</p>
<p>Ihr heiter-ernsten Töne,<br />
daß eure Zaubermacht<br />
des Abgrunds stumme Nacht<br />
mit Sterngesängen kröne.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ihr-heiter-ernsten-toene/">Ihr heiter-ernsten Töne</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/ihr-heiter-ernsten-toene/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Liebe schlägt die Augen auf</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/liebe-schlaegt-die-augen-auf/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/liebe-schlaegt-die-augen-auf/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 22:01:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe schlägt die Augen auf Sonette poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35939</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wie taumelt hin der Geist, gleich Faltern müd, die sich aus blauen Veilchen Schlaf gesogen, und ist beflügelt doch ins Licht geflogen, zu kehren mit dem Honig heim, dem Lied. So flackern Kerzen, die Liebe angefacht, daß Augen feucht sich eins im andern spiegeln, bis sie erlöschen unterm Hauch von Flügeln, wenn düster schwirrt der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/liebe-schlaegt-die-augen-auf/">Liebe schlägt die Augen auf</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie taumelt hin der Geist, gleich Faltern müd,<br />
die sich aus blauen Veilchen Schlaf gesogen,<br />
und ist beflügelt doch ins Licht geflogen,<br />
zu kehren mit dem Honig heim, dem Lied.</p>
<p>So flackern Kerzen, die Liebe angefacht,<br />
daß Augen feucht sich eins im andern spiegeln,<br />
bis sie erlöschen unterm Hauch von Flügeln,<br />
wenn düster schwirrt der Schwermut Bote Nacht.</p>
<p>In Mnemosynes Garten sind noch Waben,<br />
aus denen dunklen Lichtes Honig quillt<br />
von den Violen, die im Mond geblüht.</p>
<p>Mag sich der müde Geist daran erlaben,<br />
auf daß er Wachs in hohe Leuchter füllt,<br />
und Liebe schlägt die Augen auf und sieht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/liebe-schlaegt-die-augen-auf/">Liebe schlägt die Augen auf</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/liebe-schlaegt-die-augen-auf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kann uns noch eine Schwalbe retten?</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/kann-uns-noch-eine-schwalbe-retten/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/kann-uns-noch-eine-schwalbe-retten/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 22:03:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kann uns noch eine Schwalbe retten? philosophsiche Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35935</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dort kühlt die Stirne Tau, Moos dämpft die Schritte, und unsre Augen wäscht ein hohes Licht. Es ist, als ob ein Angstgespinst uns glitte in milden Abends Hauch vom Angesicht. Wie Blumen still sind sacht gepflückte Worte, die, Musen, ihr auf Dichters Schwelle ließt. Nun aber tönt schon wie aus fernem Horte ein Wasser, das [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kann-uns-noch-eine-schwalbe-retten/">Kann uns noch eine Schwalbe retten?</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dort kühlt die Stirne Tau, Moos dämpft die Schritte,<br />
und unsre Augen wäscht ein hohes Licht.<br />
Es ist, als ob ein Angstgespinst uns glitte<br />
in milden Abends Hauch vom Angesicht.</p>
<p>Wie Blumen still sind sacht gepflückte Worte,<br />
die, Musen, ihr auf Dichters Schwelle ließt.<br />
Nun aber tönt schon wie aus fernem Horte<br />
ein Wasser, das um weiße Säulen fließt.</p>
<p>Kann, Liebe, uns noch eine Schwalbe retten,<br />
wenn jäh ihr Schrei in Südlands Gärten reißt,<br />
die Schwermut sich aufs Vlies von Veilchen betten?<br />
Stillt goldene Wolke noch den kranken Geist?</p>
<p>Ach nein, uns hält Gemäuer hier gefangen,<br />
wo einst genistet hat, was längst entflog.<br />
Umsonst, daß wir nach süßen Schimmern langen,<br />
wenn sich des Lebens Zweig herniederbog.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kann-uns-noch-eine-schwalbe-retten/">Kann uns noch eine Schwalbe retten?</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/kann-uns-noch-eine-schwalbe-retten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Dies ist die Zeit der Genien nicht mehr</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/dies-ist-die-zeit-der-genien-nicht-mehr/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/dies-ist-die-zeit-der-genien-nicht-mehr/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 22:01:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Dies ist die Zeit der Genien nicht mehr Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35927</guid>
		<description><![CDATA[<p>Sieh Schatten durch verdorrte Schilfe streifen. Schmal ist der Steg des Abends, und er schwankt. Wie wird der Geist von Dorngestrüpp umrankt, wo ihm der Schwermut bittre Beeren reifen. Erloschen scheint, was Gaias Reich entquollen. Die helle Stimme, die das Grün benetzt, hat wie ein graues Herz jäh ausgesetzt. Des Orpheus goldne Laute ist verschollen. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/dies-ist-die-zeit-der-genien-nicht-mehr/">Dies ist die Zeit der Genien nicht mehr</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sieh Schatten durch verdorrte Schilfe streifen.<br />
Schmal ist der Steg des Abends, und er schwankt.<br />
Wie wird der Geist von Dorngestrüpp umrankt,<br />
wo ihm der Schwermut bittre Beeren reifen.</p>
<p>Erloschen scheint, was Gaias Reich entquollen.<br />
Die helle Stimme, die das Grün benetzt,<br />
hat wie ein graues Herz jäh ausgesetzt.<br />
Des Orpheus goldne Laute ist verschollen.</p>
<p>Dies ist die Zeit der Genien nicht mehr,<br />
die, Dichter, dich in Gärten früh entrückten,<br />
wo dir im Dämmerlaube Trauben glommen.</p>
<p>Die Waben sind vom lichten Honig leer,<br />
die Wassergeister, die dein Herz verzückten,<br />
sind durch Kloaken heim ins Nichts geschwommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/dies-ist-die-zeit-der-genien-nicht-mehr/">Dies ist die Zeit der Genien nicht mehr</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/dies-ist-die-zeit-der-genien-nicht-mehr/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>O Tropfen Wollust</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/o-tropfen-wollust/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/o-tropfen-wollust/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 22:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[O Tropfen Wollust Sonette lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35922</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wenn drückend ist die Luft, der Geist ermattet, und zwischen Wolken stürzt der Schwalbe Schrei, wie sehnen wir des Abends Hauch herbei, im Gras den Schlummer, Träume, laubumschattet. Wir wähnen im Geflimmer Anmut schreiten und wie auf ihrer zarten Schulter schwebt der Krug mit kühlem Most, der neu belebt, doch muß das Traumbild jäh vorübergleiten. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/o-tropfen-wollust/">O Tropfen Wollust</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn drückend ist die Luft, der Geist ermattet,<br />
und zwischen Wolken stürzt der Schwalbe Schrei,<br />
wie sehnen wir des Abends Hauch herbei,<br />
im Gras den Schlummer, Träume, laubumschattet.</p>
<p>Wir wähnen im Geflimmer Anmut schreiten<br />
und wie auf ihrer zarten Schulter schwebt<br />
der Krug mit kühlem Most, der neu belebt,<br />
doch muß das Traumbild jäh vorübergleiten.</p>
<p>Da stößt das Fenster auf des Windes Faust,<br />
und atemholend lauschen wir dem Singen,<br />
wenn sanfter Regen hin durchs Blattwerk braust.</p>
<p>Als würden, Äthers blauer Flut entsprungen,<br />
die Engel ihre weiße Wäsche wringen.<br />
O Tropfen Wollust auf verdorrten Zungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/o-tropfen-wollust/">O Tropfen Wollust</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/o-tropfen-wollust/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Wandlungen des Waldgotts</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-wandlungen-des-waldgotts/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-wandlungen-des-waldgotts/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 22:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Die Wandlungen des Waldgotts philosophische Gedichte komische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35912</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die Hörner, die einst Pan, den Gott, geziert, sie fielen plötzlich ab, wie mürbe Dornen vom Rosenstrauch, den Feuchte nicht mehr nährt. Die Hufe, die geknickt so mancher Blume den sehnsuchtsvoll ins Licht gereckten Arm, sind hingeschmolzen wie ein Rest von Schnee, wenn Sommers Lippen Gassenhauer pfeifen: Umschmeichelt hat die Fersen ihm das Gras. Ihm [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-wandlungen-des-waldgotts/">Die Wandlungen des Waldgotts</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Hörner, die einst Pan, den Gott, geziert,<br />
sie fielen plötzlich ab, wie mürbe Dornen<br />
vom Rosenstrauch, den Feuchte nicht mehr nährt.<br />
Die Hufe, die geknickt so mancher Blume<br />
den sehnsuchtsvoll ins Licht gereckten Arm,<br />
sind hingeschmolzen wie ein Rest von Schnee,<br />
wenn Sommers Lippen Gassenhauer pfeifen:<br />
Umschmeichelt hat die Fersen ihm das Gras.<br />
Ihm tauchte leuchtend auf aus stillem Teich,<br />
wo einst nach Nixen er gespäht, geschwänzten,<br />
sein lächelndes Gesicht, voll Ebenmaß<br />
die Züge, an der Schläfe keck die Locke,<br />
die roten Schimmer auf die Stirne warf.<br />
Weg war, der wild gewippt, der Ziegenbart.<br />
„Nun“, sprach snobistisch näselnden Akzents<br />
der Ex-Gott ohne Huf und Tiergehörn,<br />
wo ihm sonst Fühlung mit der Erde ward,<br />
von ihren heißen Adern süßes Glucksen<br />
und das er gern gewühlt ins Dämmerlaub,<br />
„nun ist es aus mit dem Nomadenleben,<br />
ich will mich in den Chiton hüllen, des Mantels<br />
Faltenflut mit goldenen Fibeln stauen,<br />
Sandalen, die nicht quietschen, tragen.<br />
Die Flöte tausch ich, um gelehrt zu tun,<br />
ein gegen die mit Wachs getünchte Tafel.<br />
Wer mag denn noch das Tongekringel sehen,<br />
das ihr entströmt aufs Lämmerfell, ins Moos.<br />
Nun will Student ich werden in der Stadt,<br />
mit Phaidros still im Schatten der Platane<br />
dem sanften Murmeln des Illisos lauschen<br />
und jenes weisen Mannes Honigmund,<br />
aus dem die goldenen Worte süßer triefen<br />
als aus den Waben meiner Waldesbienen.<br />
Wie wir den Tiergeist glücklich überwinden,<br />
dies künden sie, wenn Eros, ungestillt<br />
im Fleisch, steigt hoch und höher, stufenweise,<br />
bis er in reinen Äthers Blau entschwebt.“</p>
<p>*</p>
<p>O armer Pan, wie hast du Sokrates<br />
das Wort vom Mund gepflückt, die Blume,<br />
die nur im Paradies des Idealen<br />
blüht, das allein die schmale Pforte öffnet<br />
dem Pilger, der vom Schuh müd abgestreift<br />
die stummen Krumen dieser harten Erde.<br />
Wie bist du aufgeschreckt jäh in der Nacht<br />
und fühltest an der Stirn ein zartes Jucken<br />
von Beulen links und rechts, als würden dir<br />
aufs neu die tierischen, die Hörner sprießen.<br />
O wie verlangte es dich nach der Flöte,<br />
um dunklem Weh zu winden hellen Klang.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-wandlungen-des-waldgotts/">Die Wandlungen des Waldgotts</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/die-wandlungen-des-waldgotts/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Vampir Liebe</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-vampir-liebe/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-vampir-liebe/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 22:06:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Der Vampir Liebe Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35909</guid>
		<description><![CDATA[<p>Als Engel kehrt um Mitternacht zurück, wenn einsam liegt die Seele, mondumschattet, was an der Vene sog, bis sie ermattet, der Vampir Liebe, der geschlürft ihr Glück. Und wenn sein Flügel weiche Flocken weht, ist ihr, als müsse sie im Schnee ersticken, als würden kristalline Uhren ticken, die langsam schmelzen, bis der Zeiger steht. Sie [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-vampir-liebe/">Der Vampir Liebe</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Als Engel kehrt um Mitternacht zurück,<br />
wenn einsam liegt die Seele, mondumschattet,<br />
was an der Vene sog, bis sie ermattet,<br />
der Vampir Liebe, der geschlürft ihr Glück.</p>
<p>Und wenn sein Flügel weiche Flocken weht,<br />
ist ihr, als müsse sie im Schnee ersticken,<br />
als würden kristalline Uhren ticken,<br />
die langsam schmelzen, bis der Zeiger steht.</p>
<p>Sie träumt, es nahe sich ein Mund dem ihren,<br />
als wolle er sie küssen oder säugen<br />
mit süßen Giften und mit bitterm Tau.</p>
<p>Des Menschen Seele gleicht den scheuen Tieren,<br />
die sterbend noch aus dunklen Höhlen äugen,<br />
ob das verheißene kommt, das schöne Blau.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-vampir-liebe/">Der Vampir Liebe</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/der-vampir-liebe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Epiphanie der Nacht</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/epiphanie-der-nacht/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/epiphanie-der-nacht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 22:06:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Epiphanie der Nacht philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35904</guid>
		<description><![CDATA[<p>Sie kommt die Brücke, die ins Dunkel führt, und über einen Abgrund nur aus Dunkel. Auf deines Schlafes Schwelle harrt sie lang, Opal das Aug, ihr Blick ist Wahngefunkel. Was auf der Nymphe Kopf so lieblich wippt, Gefieder ist es, blau, weiß, purpurfarben. Der Wundervogel, dem sie es entriß, singt fern im Paradies, wo Schatten [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/epiphanie-der-nacht/">Epiphanie der Nacht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sie kommt die Brücke, die ins Dunkel führt,<br />
und über einen Abgrund nur aus Dunkel.</p>
<p>Auf deines Schlafes Schwelle harrt sie lang,<br />
Opal das Aug, ihr Blick ist Wahngefunkel.</p>
<p>Was auf der Nymphe Kopf so lieblich wippt,<br />
Gefieder ist es, blau, weiß, purpurfarben.</p>
<p>Der Wundervogel, dem sie es entriß,<br />
singt fern im Paradies, wo Schatten darben.</p>
<p>Sie lechzen nach dem magischen Gesang,<br />
wie nach dem Becher Schwermutkranke.</p>
<p>Nun übertritt ihr Fuß die Schwelle sacht,<br />
daß nicht der bunte Schmuck des Haares schwanke.</p>
<p>Ihr Lächeln schimmert gleich der Maske starr<br />
im Spiel des Noh. Wie aus der Pythia Munde</p>
<p>tönt es. So tönen Muscheln sehnsuchtsdumpf,<br />
die Flut geschwemmt in wild durchbrauste Sunde.</p>
<p>Als hätte sie sich über dich gebeugt,<br />
ist dir schon bang, daß Geisterlippen küssen.</p>
<p>Es ging ein Hauch nur, der dich aufgeweckt.<br />
Ein blasser Flaum liegt auf zerwühltem Kissen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/epiphanie-der-nacht/">Epiphanie der Nacht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/epiphanie-der-nacht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Schwermut leise Winke</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-schwermut-leise-winke/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-schwermut-leise-winke/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 22:02:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Der Schwermut leise Winke Sonette Zeitgedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35901</guid>
		<description><![CDATA[<p>Fühl dich vom Maul des Markts nicht angesprochen, mit jeder Antwort machst du dich gemein. Was man dir einschenkt, ist kein reiner Wein, bloß Schaum, in den der Zeitgeist sich erbrochen. Zum Urinoir ward nun das Marmorbecken, wo einst die Muse ihre Haare wrang, zum Surren heißer Kabel Chorgesang, woran betäubte Sklavenzungen lecken. Auf schroffe [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-schwermut-leise-winke/">Der Schwermut leise Winke</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Fühl dich vom Maul des Markts nicht angesprochen,<br />
mit jeder Antwort machst du dich gemein.<br />
Was man dir einschenkt, ist kein reiner Wein,<br />
bloß Schaum, in den der Zeitgeist sich erbrochen.</p>
<p>Zum Urinoir ward nun das Marmorbecken,<br />
wo einst die Muse ihre Haare wrang,<br />
zum Surren heißer Kabel Chorgesang,<br />
woran betäubte Sklavenzungen lecken.</p>
<p>Auf schroffe Gipfel, frostzerfurchte, klimme,<br />
wo keiner Hoffart Lärm dich mehr erreicht.<br />
Dort tauch den Schmerz ins Blau des Enzians.</p>
<p>Auf Wogen von kristallenen Träumen schwimme,<br />
bis über dir der Venus Glanz erbleicht<br />
und du entschläfst im warmen Schnee des Schwans.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-schwermut-leise-winke/">Der Schwermut leise Winke</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/der-schwermut-leise-winke/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Süßen Dufts ist Erdenglück</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/suessen-dufts-ist-erdenglueck/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/suessen-dufts-ist-erdenglueck/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 22:12:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Süßen Dufts ist Erdenglück philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35891</guid>
		<description><![CDATA[<p>Alles ruht, gleich einer Nature morte, wo blaue Trauben in der Silberschale seltsam schimmern wie im fahlen Strahle die Augen Ganymeds in Lunas Hort. Wie konnte malen stiller Anmut Bild, wo liebend Schatten sich um Früchte ranken und an der Blume Lippen Falter schwanken, in dem geschrien das Blut, der Abgrund wild? Es war der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/suessen-dufts-ist-erdenglueck/">Süßen Dufts ist Erdenglück</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Alles ruht, gleich einer Nature morte,<br />
wo blaue Trauben in der Silberschale<br />
seltsam schimmern wie im fahlen Strahle<br />
die Augen Ganymeds in Lunas Hort.</p>
<p>Wie konnte malen stiller Anmut Bild,<br />
wo liebend Schatten sich um Früchte ranken<br />
und an der Blume Lippen Falter schwanken,<br />
in dem geschrien das Blut, der Abgrund wild?</p>
<p>Es war der Maler, dem den dunklen Blick<br />
ein Engel hieß ins Dämmerlicht zu tunken,<br />
und war vom bittern Wermut er auch trunken,<br />
zu fühlen, süßen Dufts ist Erdenglück.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/suessen-dufts-ist-erdenglueck/">Süßen Dufts ist Erdenglück</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/suessen-dufts-ist-erdenglueck/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sie aber kehrten nicht ein</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/sie-aber-kehrten-nicht-ein/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/sie-aber-kehrten-nicht-ein/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 22:06:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sie aber kehrten nicht ein Friedrich Hölderlin philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35886</guid>
		<description><![CDATA[<p>Denn so kehren die Himmlischen ein, tiefschütternd gelangt so Aus den Schatten herab unter die Menschen ihr Tag. * Wozu Dichter in dürftiger Zeit? * Weh mir, wenn … * Die Mauern stehn sprachlos und kalt. Im Winde klirren die Fahnen. Friedrich Hölderlin &#160; Sie aber kehrten nicht ein. Kein Blitz durchbrach die Wolkenmauer Düsternis. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/sie-aber-kehrten-nicht-ein/">Sie aber kehrten nicht ein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Denn so kehren die Himmlischen ein, tiefschütternd gelangt so<br />
Aus den Schatten herab unter die Menschen ihr Tag.</em></p>
<p>*</p>
<p><em>Wozu Dichter in dürftiger Zeit?</em></p>
<p><em>*</em></p>
<p><em>Weh mir, wenn …</em></p>
<p><em>*</em></p>
<p><em>Die Mauern stehn sprachlos und kalt.</em><br />
<em> Im Winde klirren die Fahnen.</em></p>
<p>Friedrich Hölderlin</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sie aber kehrten nicht ein.</p>
<p>Kein Blitz durchbrach die Wolkenmauer Düsternis.<br />
Kein Flügelschlag des himmlischen Boten<br />
zerteilte, daß sie töne, die Dämmerung.</p>
<p>Im Kelche des Lichts<br />
schwamm im Tau<br />
die tote Mücke.</p>
<p>Künstlich wird nun die Erde<br />
beatmet.<br />
Doch ihr Keuchen klingt<br />
im Ohr der Freunde,<br />
die am Sterbebett<br />
mit traurig-schönen Veilchen knien,<br />
beinahe schon obszön.</p>
<p>Das Mark des Dichterworts<br />
ward ausgekratzt<br />
vom schartigen Messer<br />
tonloser Phrasen.</p>
<p>Selene taumelt,<br />
ein stumpfer Klotz,<br />
verätzt vom Geifer<br />
blecherner Titanen,<br />
durch die Gottesleere,<br />
ein Schmutzfleck<br />
auf dem fadenscheinigen<br />
Trauerkleid der Nacht.</p>
<p>Die Tische wurden abgeräumt,<br />
ins Meer geflossen ist<br />
das Schneegesims der Höhen,<br />
und was noch schüchtern blaut,<br />
ist ins Erinnerungsalbum<br />
eingepreßter Enzian.</p>
<p>Der Glanz des Marmors,<br />
das lichte Vlies der Götterbilder,<br />
um trunkene Lenden strömend,<br />
trübte Lymphe<br />
ausgeträumter Augen.</p>
<p>Die Frucht, die wie der Sonne Gold<br />
im weichen Duft des Morgens glomm,<br />
ward fahler als der Mond,<br />
wenn er ins Schwermutsdickicht sinkt.<br />
Sie blaßte, als Vernunft,<br />
ein schwarzer Wurm,<br />
ihr alle Süße ausgesogen.</p>
<p>Schimmlig wurde das Brot,<br />
unverdaulich die Liebe.</p>
<p>Verwässert hat den Wein<br />
für ausgelallte Zungen<br />
fader zwitterhafter Zeitgeschmack.</p>
<p>Wir harren, verschont<br />
vom Strahle des Vaters,<br />
bis in die Fingerspitzen taub,<br />
den feuchten Samt der Abende zu fühlen,<br />
in Waben dürstender Luft,<br />
flügellose Drohnen,<br />
im Zwielicht dämmernd,<br />
des Sturms.</p>
<p>Das Wehen in den Angstgespinsten<br />
kündigt ihn schon an.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/sie-aber-kehrten-nicht-ein/">Sie aber kehrten nicht ein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/sie-aber-kehrten-nicht-ein/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der entrückte Vates</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-entrueckte-vates/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-entrueckte-vates/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 22:16:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Der entrückte Vates philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35878</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dem Andenken an Friedrich Hölderlin Der Kelch, dem Evoe die Flamme sang und den du in die Dämmerung gehoben, war wie die Seele, die empor sich schwang, zu fühlen Äthers blauen Hauch von droben. Ward von dem hohen Traumbild ihr auch bang, sie ist erwacht, Dionysos zu loben. Ja, Wohllaut ist der stummen Qual geweht, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-entrueckte-vates/">Der entrückte Vates</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dem Andenken an Friedrich Hölderlin<br />
</em><br />
Der Kelch, dem Evoe die Flamme sang<br />
und den du in die Dämmerung gehoben,<br />
war wie die Seele, die empor sich schwang,<br />
zu fühlen Äthers blauen Hauch von droben.<br />
Ward von dem hohen Traumbild ihr auch bang,<br />
sie ist erwacht, Dionysos zu loben.<br />
Ja, Wohllaut ist der stummen Qual geweht,<br />
die Angst ward offner Knospe Dankgebet.</p>
<p>Du aber, Dichter, der die Glut genährt<br />
mit Tropfen Bluts und goldnen Sanges Samen,<br />
bist jäh entschwunden. Schwermut hat gegärt,<br />
in Waben dich zu bergen fremder Namen.<br />
Doch hat die Einsamkeit dir noch verklärt<br />
ein Zittern in entrückter Himmel Hamen.<br />
Ja, deine Flamme schmilzt wie Purpurwein,<br />
was uns zur Erde beugt, das Herz, den Stein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-entrueckte-vates/">Der entrückte Vates</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/der-entrueckte-vates/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Es ist vorbei</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/es-ist-vorbei/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/es-ist-vorbei/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 22:05:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Es ist vorbei Hölderlin Der Tod des Empedokles philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35871</guid>
		<description><![CDATA[<p>O Schattenbild, es ist vorbei. * Könnt ich’s noch einmal vor die Seele rufen! Friedrich Hölderlin, Der Tod des Empedokles   Es ist vorbei. Erinnerung, ein Glanz, der matt sich nur in Tränen spiegelt. Und kam aus einem Himmel, einem Wort, von blauen Äthers Hauch beflügelt. Als wär der dunkle Brunnen, der Gesang, vertrocknet unter [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/es-ist-vorbei/">Es ist vorbei</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>O Schattenbild, es ist vorbei.</em></p>
<p>*</p>
<p><em>Könnt ich’s noch einmal vor die Seele rufen!</em></p>
<p>Friedrich Hölderlin, Der Tod des Empedokles</p>
<p><em> </em></p>
<p>Es ist vorbei. Erinnerung, ein Glanz,<br />
der matt sich nur in Tränen spiegelt.<br />
Und kam aus einem Himmel, einem Wort,<br />
von blauen Äthers Hauch beflügelt.</p>
<p>Als wär der dunkle Brunnen, der Gesang,<br />
vertrocknet unter scharfen Strahlen,<br />
und die genährt einst hat des Gottes Huld,<br />
des Mundes Blumen mußten fahlen.</p>
<p>Wo Rose übersonnt den Lilienschnee,<br />
zerschlagen hat die edle Vase<br />
die Niedertracht, der Mißgunst dumpfer Knecht,<br />
enthemmt vom Chloroform der Phrase.</p>
<p>Es ist vorbei. Der Völker Herz, es schlägt<br />
nicht mehr, ward Hertha aus der Brust gerissen<br />
von Klauen, scharf gewetzt am Totenmal,<br />
von dunklen Meuten totgebissen.</p>
<p>Sprach uns wie eine Laute, die nachtönt,<br />
läßt müde Hand sie los, daß wiederkehre<br />
die Seele noch, der Abendwind?<br />
Ein Schluchzen war’s, Gewürg der Leere.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Siehe:</em><br />
<em>Der Tod des Empedokles, Regie Danièle Huillet, Jean-Marie Straub (1987):</em><br />
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.youtube.com/watch?v=2LIBvXmX4ww">https://www.youtube.com/watch?v=2LIBvXmX4ww</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/es-ist-vorbei/">Es ist vorbei</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/es-ist-vorbei/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Abschied, dämmerweiche Welle</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/abschied-daemmerweiche-welle/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/abschied-daemmerweiche-welle/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2026 22:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied dämmerweiche Welle lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35863</guid>
		<description><![CDATA[<p>Sanft von Seufzern aufgezehrter Hauch. Abschied, dämmerweiche Welle, weißen Schaum von Blüten hebend noch auf der Liebe hohe Schwelle. Abendrot, ein edler Purpursaum um ein ländlich blaues Linnen. Blumen, Sehnsucht nach des Mondes Tau. Glanz will noch zur Erde rinnen. Einsam bist, o Freund, du nun nicht mehr, Stimmen sind ja, die dich meinen, silbern [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/abschied-daemmerweiche-welle/">Abschied, dämmerweiche Welle</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sanft von Seufzern aufgezehrter Hauch.<br />
Abschied, dämmerweiche Welle,<br />
weißen Schaum von Blüten hebend noch<br />
auf der Liebe hohe Schwelle.</p>
<p>Abendrot, ein edler Purpursaum<br />
um ein ländlich blaues Linnen.<br />
Blumen, Sehnsucht nach des Mondes Tau.<br />
Glanz will noch zur Erde rinnen.</p>
<p>Einsam bist, o Freund, du nun nicht mehr,<br />
Stimmen sind ja, die dich meinen,<br />
silbern wie in Grotten wachen Schlafs<br />
fallen Tropfen, Wasser weinen.</p>
<p>Und sie rufen zärtlich, kehre heim,<br />
wo wie Glas hell tönt die Grille,<br />
aber ewig ihre Bläue wölbt<br />
überm Spiel der Schatten Stille.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/abschied-daemmerweiche-welle/">Abschied, dämmerweiche Welle</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/abschied-daemmerweiche-welle/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Wunderkiste</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-wunderkiste/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-wunderkiste/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 22:01:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Die Wunderkiste Zeitgedichte komische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35856</guid>
		<description><![CDATA[<p>KUNST steht auf der Kiste, Versalien prangen. Greif hinein, fühl, wie der Zeitgeist tickt. Büsten Goethes, wüst durchbohrt von Stangen, die Menora, siebenmal geknickt. Regenbogenfarben Vibratoren, kaum berührt, erwacht ein dumpfer Klang wie von Schlegeln aufgeputschter Mohren, trommeln sie den Weißen Untergang. Eingelegt in Formaldehyd, erstarren Tiere mumienhaft in Glasvitrinen, Töten für die Kunst scheint [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-wunderkiste/">Die Wunderkiste</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>KUNST steht auf der Kiste, Versalien prangen.<br />
Greif hinein, fühl, wie der Zeitgeist tickt.<br />
Büsten Goethes, wüst durchbohrt von Stangen,<br />
die Menora, siebenmal geknickt.</p>
<p>Regenbogenfarben Vibratoren,<br />
kaum berührt, erwacht ein dumpfer Klang<br />
wie von Schlegeln aufgeputschter Mohren,<br />
trommeln sie den Weißen Untergang.</p>
<p>Eingelegt in Formaldehyd, erstarren<br />
Tiere mumienhaft in Glasvitrinen,<br />
Töten für die Kunst scheint woken Narren<br />
fast so schön wie baden in Latrinen.</p>
<p>Eine Miniatur der Sphinx, die golden<br />
ihren Arsch für Kitschvoyeure reckt.<br />
Der sich Musen hingab, Wollust holden,<br />
Fuchs hat sie im Wiener Wald entdeckt.</p>
<p>Doch zuunterst liegt ein Ding, ein schweres,<br />
einst bestimmt zum Ablauf von Urin,<br />
dann als Meisterwerk gekürt, ein hehres<br />
Vorbild für den postmodernen Spleen.</p>
<p>Hör, weshalb sie hier im Dunkeln dämmern,<br />
Mißgestalten, die kein Licht mehr preist:<br />
Sie erwarten Schlag auf Schlag von Hämmern,<br />
kühl vollführt von einem freien Geist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Zur Veranschaulichung:<br />
<em><a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.alamy.de/fotos-bilder/damien-hirst-schaf-formaldehyd.html?sortBy=relevant">https://www.alamy.de/fotos-bilder/damien-hirst-schaf-formaldehyd.html?sortBy=relevant</p>
<p></a></em></em><a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.arsmundi.de/ernst-fuchs-skulptur-die-sphinx-mit-dem-goldhelm-die-miniatur-bronze-teilvergoldet-916503/">https://www.arsmundi.de/ernst-fuchs-skulptur-die-sphinx-mit-dem-goldhelm-die-miniatur-bronze-teilvergoldet-916503/<br />
</a><br />
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fountain_(Duchamp)#/media/Datei:Duchamp_Fountaine.jpg">https://de.wikipedia.org/wiki/Fountain_(Duchamp)#/media/Datei:Duchamp_Fountaine.jpg</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-wunderkiste/">Die Wunderkiste</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/die-wunderkiste/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Auf der Flucht</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/auf-der-flucht/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/auf-der-flucht/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 22:07:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Auf der Flucht poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35853</guid>
		<description><![CDATA[<p>Gut, daß du früh ins Abseits bist entflohen, wo sanftes Gras im Abendwind erzittert, da nun im Haus der Väter Flammen lohen und das Gebälk der Träume jäh zersplittert. Zu Totholz, um das Parasiten zanken, ward, was du lasest, was du einst geschrieben. Sieh, wie an Dämons Drähten Schädel schwanken, die von der Musen schönen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/auf-der-flucht/">Auf der Flucht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gut, daß du früh ins Abseits bist entflohen,<br />
wo sanftes Gras im Abendwind erzittert,<br />
da nun im Haus der Väter Flammen lohen<br />
und das Gebälk der Träume jäh zersplittert.</p>
<p>Zu Totholz, um das Parasiten zanken,<br />
ward, was du lasest, was du einst geschrieben.<br />
Sieh, wie an Dämons Drähten Schädel schwanken,<br />
die von der Musen schönen Leibern blieben.</p>
<p>Grab, Dichter, dir in Gaias Tiefe Stollen,<br />
wie Tiere, scheue, die auf Stille sinnen.<br />
Lausch nicht den Seufzern, bang emporgequollen,<br />
laß ungerührt der Klage Quell verrinnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/auf-der-flucht/">Auf der Flucht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/auf-der-flucht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Auch ein Teppich des Lebens</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/auch-ein-teppich-des-lebens/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/auch-ein-teppich-des-lebens/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 22:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Auch ein Teppich des Lebens Zeitgedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35850</guid>
		<description><![CDATA[<p>Eingewebt sind Blüten, Purpur wilder Reben, blassend oder glühend, in das stille Leben. An zerborstenen Mauern: weichen Wehens Ranken. Blumen, die verdämmernd auf Gewässern schwanken. Schwäne aber tunken Schlafes Flaum ins Wasser. Mond, ins Laub der Träume sinkt er blaß und blasser. Hirten, hingelagert auf den Bausch der Moose, singen, wie gerettet ward der Schönheit [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/auch-ein-teppich-des-lebens/">Auch ein Teppich des Lebens</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eingewebt sind Blüten,<br />
Purpur wilder Reben,<br />
blassend oder glühend,<br />
in das stille Leben.</p>
<p>An zerborstenen Mauern:<br />
weichen Wehens Ranken.<br />
Blumen, die verdämmernd<br />
auf Gewässern schwanken.</p>
<p>Schwäne aber tunken<br />
Schlafes Flaum ins Wasser.<br />
Mond, ins Laub der Träume<br />
sinkt er blaß und blasser.</p>
<p>Hirten, hingelagert<br />
auf den Bausch der Moose,<br />
singen, wie gerettet<br />
ward der Schönheit Rose.</p>
<p>In der Ferne ragen<br />
blauer Nacht Zypressen.<br />
Gold von hohen Sommern<br />
bleibet unvergessen.</p>
<p>Sterne sind wie Tränen,<br />
die zur Erde quillen,<br />
um der Schwermut Becher<br />
noch mit Glanz zu füllen.</p>
<p>Säumt auch Nacht den Teppich,<br />
Schneelicht floß von droben.<br />
Schnee auf Orchideen,<br />
Vlies, aus Licht gewoben.</p>
<p>Daß kein dumpfer Zeitgeist<br />
das Gewirk zertrete,<br />
sein Gedächtnis schimmre,<br />
darum Dichter bete.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/auch-ein-teppich-des-lebens/">Auch ein Teppich des Lebens</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/auch-ein-teppich-des-lebens/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Claude Lorrain</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/claude-lorrain/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/claude-lorrain/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 22:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Claude Lorrain philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35825</guid>
		<description><![CDATA[<p>Allem sprichst du freundlich zu: Umwinde, was an Schatten dich umseufzt, umrankt, mit meiner Blicke blütenhellem Zittern. Wo auf lichten Wellen Sehnsucht schwankt, bläht sich weißes Segel weich im Winde, grünt Efeu schon an filigranen Gittern. Die Tiere gehen leicht, wie Wolken gehen, derselbe klare Dunst, der beide trägt, läßt, was entschwindet, liebend auferstehen. Die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/claude-lorrain/">Claude Lorrain</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Allem sprichst du freundlich zu: Umwinde,<br />
was an Schatten dich umseufzt, umrankt,<br />
mit meiner Blicke blütenhellem Zittern.</p>
<p>Wo auf lichten Wellen Sehnsucht schwankt,<br />
bläht sich weißes Segel weich im Winde,<br />
grünt Efeu schon an filigranen Gittern.</p>
<p>Die Tiere gehen leicht, wie Wolken gehen,<br />
derselbe klare Dunst, der beide trägt,<br />
läßt, was entschwindet, liebend auferstehen.</p>
<p>Die Ziegen, Schafe, Rinder wandeln frei,<br />
kein Pferch beengt, kein Brandmal wird geprägt,<br />
sie fesselt einzig Wohllaut der Schalmei.</p>
<p>Er aber ragt in bläulichem Gewande,<br />
ein Gärtner wie für Edens Überfluß,<br />
und vor ihm kniet die schönste der Marien –</p>
<p>jetzt salbt sie ihn mit ihres Blickes Kuß.<br />
Die Scherstern stehen staunend noch am Rande,<br />
leer ist das Grab, entrückt, die sterbend schrien.</p>
<p>Ascanius hat den Bogen straff gespannt,<br />
doch lässest du das Purpurrot nicht rinnen,<br />
der heilige Hirsch schaut ruhig nur, gebannt.</p>
<p>Du überwölbst den Abgrund mit dem Schein<br />
von sanften Flammen. Heiteres Besinnen<br />
schenkst du wie milde Sonnen dunkler Wein.</p>
<p>Die uns den Geist, das müde Herz zerstücken,<br />
die rohen Bilder, trüber Sud des Wahns,<br />
kann uns das Auge noch dein Dämmer feuchten,</p>
<p>die Ufer, zart gesäumt vom Schnee des Schwans?<br />
Wird deine Pastorale je entzücken,<br />
die stieren, wenn Kadaver faulig leuchten?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Siehe auch:<br />
</em><a class="moz-txt-link-freetext" href="https://sammlung.staedelmuseum.de/de/werk/landschaft-mit-christus-der-maria-magdalena-erscheint">https://sammlung.staedelmuseum.de/de/werk/landschaft-mit-christus-der-maria-magdalena-erscheint<br />
</a><br />
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Landscape_with_Ascanius_Shooting_the_Stag_of_Sylvia#/media/File:Ascanius_Shooting_the_Stag_of_Sylvia_1682_Claude_Lorrain.jpg">https://en.wikipedia.org/wiki/Landscape_with_Ascanius_Shooting_the_Stag_of_Sylvia#/media/File:Ascanius_Shooting_the_Stag_of_Sylvia_1682_Claude_Lorrain.jpg</a></p>
<p><a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.meisterdrucke.com/kunstdrucke/Claude-Lorrain/267259/Pastorale-Landschaft,-1645.html">https://www.meisterdrucke.com/kunstdrucke/Claude-Lorrain/267259/Pastorale-Landschaft,-1645.html</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/claude-lorrain/">Claude Lorrain</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/claude-lorrain/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Unerfüllt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/unerfuellt/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/unerfuellt/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 22:06:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Unerfüllt Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35820</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ob es eine unerfüllte Sehnsucht ist, die einen Menschen wahnsinnig macht? (Ich dachte an Schumann, aber auch an mich.) Ludwig Wittgenstein &#160; Auch wenn die Blume Wort sich aufgetan, spät schien ihr Lächeln noch, das wehmutbleiche, verströmte keinen Duft ihr Mund, der weiche, wie blauen Hauch im Schnee der Enzian. Und lauschtest du im Dunkel, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/unerfuellt/">Unerfüllt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ob es eine unerfüllte Sehnsucht ist, die einen Menschen wahnsinnig macht?<br />
(Ich dachte an Schumann, aber auch an mich.)<br />
</em><br />
Ludwig Wittgenstein</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch wenn die Blume Wort sich aufgetan,<br />
spät schien ihr Lächeln noch, das wehmutbleiche,<br />
verströmte keinen Duft ihr Mund, der weiche,<br />
wie blauen Hauch im Schnee der Enzian.</p>
<p>Und lauschtest du im Dunkel, ob ein Quell<br />
im dürren Gras, im dürstenden, entspringe,<br />
ein Vogel süß im Laub des Dämmers singe,<br />
schlug dir nur jäh Pans Huf ans Trommelfell.</p>
<p>Dir blieben, Dichter, tauben Nervs Chimären,<br />
ein Rauch, der aus der Sehnsucht Asche weht,<br />
nur ausgelöschte Augen edler Sprossen.</p>
<p>Getrübtes Bildnis läßt sich nicht verklären.<br />
Es ätzte ein Erinnerungssekret<br />
das Inkarnat, vom Reimvlies einst umflossen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/unerfuellt/">Unerfüllt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/unerfuellt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der getrübte Augenblick</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-getruebte-augenblick/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-getruebte-augenblick/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 22:02:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Der getrübte Augenblick philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35811</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die im Frühlicht singen, orphisch stammeln, ahnen nicht, daß aller Laut erlischt, wenn die Nacht die Bitterkräuter mischt in den Honig, den Tagwesen sammeln. Glücklich, die, verschont vom Todesgrauen, sich in stiller Bläue Nester bauen. Alle Tage hat Kairos verdichtet, alle Sommer bündeln sich zum Strahl, und der Sehnsucht dunkles Muttermal ist von feuchtem Tauglanz [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-getruebte-augenblick/">Der getrübte Augenblick</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die im Frühlicht singen, orphisch stammeln,<br />
ahnen nicht, daß aller Laut erlischt,<br />
wenn die Nacht die Bitterkräuter mischt<br />
in den Honig, den Tagwesen sammeln.</p>
<p>Glücklich, die, verschont vom Todesgrauen,<br />
sich in stiller Bläue Nester bauen.</p>
<p>Alle Tage hat Kairos verdichtet,<br />
alle Sommer bündeln sich zum Strahl,<br />
und der Sehnsucht dunkles Muttermal<br />
ist von feuchtem Tauglanz schon durchlichtet.</p>
<p>Uns zerläuft der Augenblick in Ringen,<br />
die an schroffer Norne Stirn zerspringen.</p>
<p>Sorge nährt uns, eine düstre Amme,<br />
Schwermut, reife Traube, purpurn, süß,<br />
ungepflückter Traum vom Paradies,<br />
bis das Mark verzehrt hat Dämons Flamme.</p>
<p>Wenn sich Sänge abendlich erheitern,<br />
tragen stumm wir heim die Last von Scheitern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-getruebte-augenblick/">Der getrübte Augenblick</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/der-getruebte-augenblick/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Pfad ins Abendrot</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/pfad-ins-abendrot/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/pfad-ins-abendrot/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 22:02:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Pfad ins Abendrot philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35803</guid>
		<description><![CDATA[<p>So wandeln wir den Pfad ins Abendrot, wo Moose unsre Schritte dämpfen. Wie Nachtviolenduft scheint süß der Tod, Ruh, tiefe Ruh nach all den Kämpfen. Noch glühen Tropfen Lichts im Dämmerlaub, und wenn sie fallen, seufzt die Erde. Uns hat der Vers gewirbelt, goldner Staub, Eratos liebliche Gebärde. Und hüllt uns ein die Nacht in [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/pfad-ins-abendrot/">Pfad ins Abendrot</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>So wandeln wir den Pfad ins Abendrot,<br />
wo Moose unsre Schritte dämpfen.<br />
Wie Nachtviolenduft scheint süß der Tod,<br />
Ruh, tiefe Ruh nach all den Kämpfen.</p>
<p>Noch glühen Tropfen Lichts im Dämmerlaub,<br />
und wenn sie fallen, seufzt die Erde.<br />
Uns hat der Vers gewirbelt, goldner Staub,<br />
Eratos liebliche Gebärde.</p>
<p>Und hüllt uns ein die Nacht in schwarzen Samt,<br />
sei er bestickt mit Blüten, weißen.<br />
Die Sonne sank, die unser Lied entflammt,<br />
Mond schenkt ihm noch ein fahles Gleißen.</p>
<p>Der Schatten löst sich ab vom Leichnam jäh<br />
und wandert noch allein ein Weilchen.<br />
Doch kehrt er um, als ob er weinen säh<br />
von ihm verdunkelt holde Veilchen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/pfad-ins-abendrot/">Pfad ins Abendrot</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/pfad-ins-abendrot/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der wundersame Parasit</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-wundersame-parasit/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-wundersame-parasit/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 22:08:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Der wundersame Parasit komische Gedichte philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35798</guid>
		<description><![CDATA[<p>Das Untier, wulstig, einem Wurme gleich, klebte ihm im Nacken, trank aus der Vene Schluck um Schluck, das heiter machte, Blut. Das war keine Staubgespinst, ihm höhlten die Augen fahle Glut und kalte Flammen, daß Schrecken schmolz und Wollust fror. Sie sagten, er selber habe es erzeugt, entsprungen sei es seinem Geist, dem kranken, und [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-wundersame-parasit/">Der wundersame Parasit</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Untier, wulstig, einem Wurme gleich,<br />
klebte ihm im Nacken, trank aus der Vene<br />
Schluck um Schluck, das heiter machte, Blut.<br />
Das war keine Staubgespinst, ihm höhlten<br />
die Augen fahle Glut und kalte Flammen,<br />
daß Schrecken schmolz und Wollust fror.<br />
Sie sagten, er selber habe es erzeugt,<br />
entsprungen sei es seinem Geist, dem kranken,<br />
und reichten ihm die lila Kügelchen.<br />
Doch hat er eins geschluckt, vernahm er bald<br />
das Schluchzen wilder, fühlte Tropfen Chroms<br />
übers Rückgrat rinnen, warm ins Mark.<br />
Die Ärzte kennen nur der Seele Schale,<br />
die trübe waschen sie mit bittrer Lauge.<br />
Sie sehen nicht die Risse, die subtilen,<br />
in denen unaustilgbar feinster Schleim<br />
von Amöben ungeheuren Lebens wimmelt.<br />
Den Unheilsgast, er ließ ihn sich nicht nehmen<br />
und atzte ihn mit zahmer Pflanzenkost,<br />
Kresse, Boretsch, Kerbel, Sauerampfer,<br />
die dunkle Vene mochte sich erhellen.<br />
Ihn hüllte müßig Schlürfen ein und Schmatzen,<br />
wenn er mit Pindar Schnee sah auf den Gipfeln,<br />
den Schaum der Meere glitzern mit Homer,<br />
und mit Vergil Camillas Panzer blitzen.<br />
Doch als er im Ovid blindlings geblättert,<br />
gab dies dem lahmen Dämon einen Kick:<br />
Er sprang ihm jählings von der Schulter. Schon<br />
hat behend im Vorhang er gebaumelt,<br />
ein antiker Sphinx en miniature<br />
mit Brüsten spitz und Nachtigallenkrallen.<br />
Die Brüste tönten wie gewiegte Glocken,<br />
die Krallen kratzten Seufzer aus dem Samt.<br />
„Du glaubst, du bist mich los!“ War’s nicht die Stimme,<br />
die einst ihn girrend in die Schilfnacht zog,<br />
von Mondes scharfer Sichel überschwirrte?<br />
„O nein, zuerst mußt du das Rätsel lösen,<br />
soll ich nicht länger um dein Haupt gespenstern.<br />
Nun, Tagwesen denk’s: Was kriecht daher<br />
am Morgen, erhebt sich mittags in die Lüfte,<br />
hängt schließlich starr im Spinnennetz der Nacht?“<br />
Er wußte es sogleich: Die Raupe kriecht ja<br />
früh von Blatt zu Blatt, sie frißt, wird fett,<br />
die Sonne wandelt sie in einen Falter,<br />
der Anmut Bild, der Dichtkunst Doppelgänger,<br />
der in den Trug der blauen Sehnsucht schwebt<br />
und dämmert’s sich ins Netz der Norn verstrickt.<br />
Er biß sich auf die Lippen, Idiot der Liebe,<br />
schwieg, daß ihn sein Parasit nicht lasse,<br />
und er dann einsam und gedächtnislos<br />
nur eines möchte: schlafen, dämmern, schlafen.<br />
So hat die Sphinx gespenstisch sich zurück-<br />
gestaltet in den Wurm, den windigen,<br />
und hielt ihn wach mit Saugen, Schlucken, Schluchzen.<br />
Gern wandelt er im Park der Anstalt nun,<br />
wohin er wehrlos lächelnd ward verbracht,<br />
erfreut am Flattern sich der Ephemeren,<br />
die rätselschöner Knospen Schein behext.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-wundersame-parasit/">Der wundersame Parasit</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/der-wundersame-parasit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vor dem Katarakt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/vor-dem-katarakt/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/vor-dem-katarakt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 22:03:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Vor dem Katarakt philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35795</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wasser, wie sie knisternd glimmen vor dem Katarakt, dem jähen. Wie sich trunken Geister blähen, die zum dunklen Abgrund schwimmen. Knospen, wie sie bang erbleichen vor dem rauhen Ruf der Schnitter. Verse, ach, sie schmecken bitter, wenn sie unsren Nächten gleichen. Seelen, die nach Angeln schnappen mit dem Köder toter Worte. Wüsten, einst ergünte Horte, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/vor-dem-katarakt/">Vor dem Katarakt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wasser, wie sie knisternd glimmen<br />
vor dem Katarakt, dem jähen.<br />
Wie sich trunken Geister blähen,<br />
die zum dunklen Abgrund schwimmen.</p>
<p>Knospen, wie sie bang erbleichen<br />
vor dem rauhen Ruf der Schnitter.<br />
Verse, ach, sie schmecken bitter,<br />
wenn sie unsren Nächten gleichen.</p>
<p>Seelen, die nach Angeln schnappen<br />
mit dem Köder toter Worte.<br />
Wüsten, einst ergünte Horte,<br />
wo geweht das Lilienwappen.</p>
<p>Glieder, die sich blind umschlingen,<br />
wild gepeitscht von Gottes Ruten.<br />
Verse, die nicht wollen bluten,<br />
wenn auch Bisse in sie dringen.</p>
<p>Dichter, wirf die blauen Blüten<br />
in die Flut, sieh, wie sie treiben.<br />
Wohlgestalt kann hier nicht bleiben,<br />
und kein Duft der schönen Mythen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/vor-dem-katarakt/">Vor dem Katarakt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/vor-dem-katarakt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Am Grab des Ahnen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/grab-des-ahnen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/grab-des-ahnen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 22:12:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Am Grab des Ahnen Sonette poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35790</guid>
		<description><![CDATA[<p>Gardine, sacht vom Windhauch aufgebauscht, sie löst und rafft die Falten wie in Trance, als ringe ein Verlaine um die Nuance. O Seele, Schaum und Schimmer, jäh verrauscht. Ins Finstre knisterte die helle Gischt, den Mond verschlang des Abgrunds schwarze Welle. Die Blüte, bleich auf undankbarer Schwelle, hat barsch ein harter Besen weggewischt. Am Grab [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/grab-des-ahnen/">Am Grab des Ahnen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gardine, sacht vom Windhauch aufgebauscht,<br />
sie löst und rafft die Falten wie in Trance,<br />
als ringe ein Verlaine um die Nuance.<br />
O Seele, Schaum und Schimmer, jäh verrauscht.</p>
<p>Ins Finstre knisterte die helle Gischt,<br />
den Mond verschlang des Abgrunds schwarze Welle.<br />
Die Blüte, bleich auf undankbarer Schwelle,<br />
hat barsch ein harter Besen weggewischt.</p>
<p>Am Grab des Ahnen mag die Irrfahrt enden.<br />
Kratz, Dichter, Moos und Farn vom Totenmale,<br />
und lies die Zeichen, die schon fast verwittern:</p>
<p>Wie eine Knospe in bemalter Schale<br />
ging auf mein Vers, um Licht zu spenden,<br />
daß Herzen fern der Heimat nicht verbittern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/grab-des-ahnen/">Am Grab des Ahnen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/grab-des-ahnen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nächtlicher Besuch</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/naechtlicher-besuch/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/naechtlicher-besuch/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 May 2026 22:12:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Nächtlicher Besuch poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35788</guid>
		<description><![CDATA[<p>Halt, Dichter, durch, schon flüstert’s, Nacht beginnt, bald kannst du wieder tiefer Atem holen, fühlst, wie der Tau ins Laub der Verse rinnt. Die Anmut beugt sich über dich verstohlen und küßt die Augen dir, die müden, blind. Halt, Dichter, halt noch durch, die Nacht beginnt. Den milden Duft von Eden, trink ihn, trink. Mag [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/naechtlicher-besuch/">Nächtlicher Besuch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Halt, Dichter, durch, schon flüstert’s, Nacht beginnt,<br />
bald kannst du wieder tiefer Atem holen,<br />
fühlst, wie der Tau ins Laub der Verse rinnt.<br />
Die Anmut beugt sich über dich verstohlen<br />
und küßt die Augen dir, die müden, blind.<br />
Halt, Dichter, halt noch durch, die Nacht beginnt.</p>
<p>Den milden Duft von Eden, trink ihn, trink.<br />
Mag er dein Blut, das trübe, auf noch hellen.<br />
Und flutet rings ihr Haar, versinke, sink,<br />
dein Vers kehrt wieder auf den weichen Wellen<br />
bei ihres Blickes zauberischem Wink.<br />
Den milden Duft von Eden, trink ihn, trink.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/naechtlicher-besuch/">Nächtlicher Besuch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/naechtlicher-besuch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>John McCrae, In Flanders Fields</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/john-mccrae-in-flanders-fields/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/john-mccrae-in-flanders-fields/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 May 2026 22:03:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzungen und Nachdichtungen]]></category>
		<category><![CDATA[John McCrae In Flanders Fields Übersetzung englisch-deutsch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35784</guid>
		<description><![CDATA[<p>In Flanders fields the poppies blow Between the crosses, row on row, That mark our place; and in the sky The larks, still bravely singing, fly Scarce heard amid the guns below. We are the Dead. Short days ago We lived, felt dawn, saw sunset glow, Loved and were loved, and now we lie, In [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/john-mccrae-in-flanders-fields/">John McCrae, In Flanders Fields</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In Flanders fields the poppies blow<br />
Between the crosses, row on row,<br />
That mark our place; and in the sky<br />
The larks, still bravely singing, fly<br />
Scarce heard amid the guns below.</p>
<p>We are the Dead. Short days ago<br />
We lived, felt dawn, saw sunset glow,<br />
Loved and were loved, and now we lie,<br />
In Flanders fields.</p>
<p>Take up our quarrel with the foe:<br />
To you from failing hands we throw<br />
The torch; be yours to hold it high.<br />
If ye break faith with us who die<br />
We shall not sleep, though poppies grow<br />
In Flanders fields.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Auf Flanderns Feldern</strong></p>
<p>Auf Flanderns Feldern weht der Mohn<br />
zwischen Kreuzen. Sie sind Legion.<br />
Da liegen wir. Die Lerchen hoch im Blauen,<br />
wie kühn zu singen sie sich trauen,<br />
was unter Helmen lang verklungen schon.</p>
<p>Wir sind die Toten. Gestern noch am Leben,<br />
sahn die Sonne wir zum Abgrund schweben.<br />
Wir, liebend und geliebt, nun hingestreckt<br />
auf Flanderns Feldern.</p>
<p>Zu vollenden unseren Kampf sei euch Mission:<br />
Aus Händen, die zerbrach Soldatenfron,<br />
nehmt die Fackel. Daß in die Höhe ihr sie reckt!<br />
Verleugnet ihr, die hier die Erde deckt,<br />
werden wir nicht schlafen, mag blühen auch der Mohn<br />
auf Flanderns Feldern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Gesprochen von Leonard Cohen:<br />
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.youtube.com/watch?v=cKoJvHcMLfc">https://www.youtube.com/watch?v=cKoJvHcMLfc</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/john-mccrae-in-flanders-fields/">John McCrae, In Flanders Fields</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/john-mccrae-in-flanders-fields/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die geschändete Luna</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-geschaendete-luna/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-geschaendete-luna/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 22:03:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Die geschändete Luna Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35782</guid>
		<description><![CDATA[<p>Der Sonne Glut, an deiner Wange kalt, ein Schnee, den Tränen nicht zum Schmelzen bringen. Auf turteltaubenflaumenstillen Schwingen flogst du durch unsrer Träume Schattenwald. Den du geküßt, schläft süß, Endymion, und was er träumt, sind weicher Lüfte Schwestern, Gezwitscher, aufgeweht aus schwanken Nestern, als wär sein Schlaf bestäubt von blauem Mohn. Uns blieb allein ein [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-geschaendete-luna/">Die geschändete Luna</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Sonne Glut, an deiner Wange kalt,<br />
ein Schnee, den Tränen nicht zum Schmelzen bringen.<br />
Auf turteltaubenflaumenstillen Schwingen<br />
flogst du durch unsrer Träume Schattenwald.</p>
<p>Den du geküßt, schläft süß, Endymion,<br />
und was er träumt, sind weicher Lüfte Schwestern,<br />
Gezwitscher, aufgeweht aus schwanken Nestern,<br />
als wär sein Schlaf bestäubt von blauem Mohn.</p>
<p>Uns blieb allein ein stummer öder Stein,<br />
den Hybris mit Titanengeifer fleckte,<br />
ein Fühlen dumpf, wenn Gischt der Ozeane</p>
<p>dringt in der Seele taube Poren ein.<br />
Die Sehnsucht aber, die einst Luna weckte,<br />
verfiel der Mahd wie Veilchen und Zyane.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-geschaendete-luna/">Die geschändete Luna</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/die-geschaendete-luna/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ermunterung für zeitgeistmüde Dichter</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ermunterung-fuer-zeitgeistmuede-dichter/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/ermunterung-fuer-zeitgeistmuede-dichter/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 22:05:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ermunterung für zeitgeistmüde Dichter poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35779</guid>
		<description><![CDATA[<p>An Veilchen magst du wieder schauen, wie innig stille Seelen beben, wie hohem Strahl sich anvertrauen, die überm dunklen Abgrund schweben. Und hüllt sie ein Selenes Tuch, Erinnern zehrt vom Wohlgeruch. Am Wasser fühle süßes Bangen, aus Tiefen springen feuchte Funken, gleich Seelen, die nach Ufern langen, kaum aufgeblitzt, sind sie versunken. Und ewig gärt, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ermunterung-fuer-zeitgeistmuede-dichter/">Ermunterung für zeitgeistmüde Dichter</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>An Veilchen magst du wieder schauen,<br />
wie innig stille Seelen beben,<br />
wie hohem Strahl sich anvertrauen,<br />
die überm dunklen Abgrund schweben.</p>
<p>Und hüllt sie ein Selenes Tuch,<br />
Erinnern zehrt vom Wohlgeruch.</p>
<p>Am Wasser fühle süßes Bangen,<br />
aus Tiefen springen feuchte Funken,<br />
gleich Seelen, die nach Ufern langen,<br />
kaum aufgeblitzt, sind sie versunken.</p>
<p>Und ewig gärt, was ungestalt.<br />
O Tropfen Wort, aus Schaum geballt.</p>
<p>An Wolken lerne das Verwinden,<br />
wie sie des Abends Purpur saugen,<br />
macht Feuer, himmlisches, erblinden,<br />
an zartes Grün gewohnte Augen.</p>
<p>Und kommt die Nacht, Mond kühlt den Sinn,<br />
fliegt über Vers und Wolke hin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ermunterung-fuer-zeitgeistmuede-dichter/">Ermunterung für zeitgeistmüde Dichter</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/ermunterung-fuer-zeitgeistmuede-dichter/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Verwandlungen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/verwandlungen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/verwandlungen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 May 2026 22:19:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Verwandlungen Liebesgedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35776</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ich war die Taube, die im Fenster sah deinen Schatten hin- und widergehen. Sie gurrte lang noch, als das Dunkel kam, übers Gras des Schlafes hin zu wehen. Ich war die Kerze, flackernd vor dem Bild, die am Abend du hast angezündet. Ich war der Duft von Honig, der noch quillt, wenn ein banger Traum [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/verwandlungen/">Verwandlungen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war die Taube, die im Fenster sah<br />
deinen Schatten hin- und widergehen.<br />
Sie gurrte lang noch, als das Dunkel kam,<br />
übers Gras des Schlafes hin zu wehen.</p>
<p>Ich war die Kerze, flackernd vor dem Bild,<br />
die am Abend du hast angezündet.<br />
Ich war der Duft von Honig, der noch quillt,<br />
wenn ein banger Traum in Seufzen mündet.</p>
<p>Ich war der Schnee und knirschte silberhell<br />
unter deinen nächtlich-trunknen Schritten.<br />
Ich war ein Strahl aus einem süßen Quell,<br />
der in deiner Schwermut Tal geglitten.</p>
<p>Nun bin ich eine bleiche Träne bloß,<br />
die an deiner tauben Wimper zittert.<br />
O stürzte ich hinab in deinen Schoß,<br />
ihn zu küssen, daß er nicht verbittert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/verwandlungen/">Verwandlungen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/verwandlungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Falsche Sappho</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/falsche-sappho/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/falsche-sappho/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 22:04:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Falsche Sappho Zeitgedichte poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35774</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die Brücke Wort trägt nicht, ist Pappmaché. Den Sinn ersticken frech Gesinnungsknebel. Der Liebe Antlitz hüllt ein Gendernebel, das Gras der Reime unfruchtbarer Schnee. Papierne Knospen, starren Lids verschlossen. Woher der Duft? Sie hat sich drauf ergossen. Ein Kitsch, der blutet, leckt devot die Hand, Krepp, leise knisternd, möchte uns verstören. Wo Sapphos Wort erglomm, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/falsche-sappho/">Falsche Sappho</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Brücke Wort trägt nicht, ist Pappmaché.<br />
Den Sinn ersticken frech Gesinnungsknebel.<br />
Der Liebe Antlitz hüllt ein Gendernebel,<br />
das Gras der Reime unfruchtbarer Schnee.</p>
<p>Papierne Knospen, starren Lids verschlossen.<br />
Woher der Duft? Sie hat sich drauf ergossen.</p>
<p>Ein Kitsch, der blutet, leckt devot die Hand,<br />
Krepp, leise knisternd, möchte uns verstören.<br />
Wo Sapphos Wort erglomm, umrankt von Chören,<br />
verdüstert sie den Vers mit Rilke-Schmand.</p>
<p>Des Beifalls sicher, schüttelt sie die Mähne.<br />
Die Muse seufzt: Verzeihung, wenn ich gähne.</p>
<p>Was sie in Wohllauts Lücken schmiert, der Graus<br />
rührt von den Föten, die sie abgetrieben.<br />
Uns narren Geister, die dem Geist geblieben,<br />
bespie die Manen er im Vaterhaus.</p>
<p>Wie, in die Küche sollten wir sie sperren,<br />
stumm Teig zu kneten für das Wort des Herren?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/falsche-sappho/">Falsche Sappho</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/falsche-sappho/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tropfen, Funken, Verse</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/tropfen-funken-verse/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/tropfen-funken-verse/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 25 May 2026 22:02:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Tropfen Funken Verse poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35769</guid>
		<description><![CDATA[<p>Tropfen unter abertausend Tropfen, die am jähen Katarakt versprühen. Funken unter abertausend Funken, wenn in heißer Esse Erze glühen. Bottich, bemoost, im alten Garten, Regen- wasser für die Beete aufzufangen. Daß sich lichtvoll balle Wortgekrause, fassen es der Verse goldne Spangen. Starren Takt auf harten Marmor schlagen Tropfen, magst du sie auch rhythmisch zählen. In [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/tropfen-funken-verse/">Tropfen, Funken, Verse</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Tropfen unter abertausend Tropfen,<br />
die am jähen Katarakt versprühen.<br />
Funken unter abertausend Funken,<br />
wenn in heißer Esse Erze glühen.</p>
<p>Bottich, bemoost, im alten Garten, Regen-<br />
wasser für die Beete aufzufangen.<br />
Daß sich lichtvoll balle Wortgekrause,<br />
fassen es der Verse goldne Spangen.</p>
<p>Starren Takt auf harten Marmor schlagen<br />
Tropfen, magst du sie auch rhythmisch zählen.<br />
In die dunklen Himmelsgründe stieben<br />
Funken, mit der Nacht sich zu vermählen.</p>
<p>Öffne, Dichter, uns den Born der Tränen,<br />
die ins dürre Gras des Herzens quillen.<br />
Spreng Liedes Tau auf Knospen, Liebesfunken,<br />
ihren Durst mit feuchtem Glanz zu stillen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/tropfen-funken-verse/">Tropfen, Funken, Verse</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/tropfen-funken-verse/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
