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Nun geh ich diesen Pfad allein

08.07.2026

Das Schilf des Ufers seufzte weich,
als Arm in Arm wir sind gegangen,
vor uns die Wolke, lilienbleich
wie deine Lider, deine Wangen.

Wind hat noch scheuen Duft gebracht
von Rosen, die schon halb verschlossen,
aus Gärten, wo die Huldin Nacht
des süßen Schweigens Tau ergossen.

Dir hat, barg auch das Herz noch Glut,
ein kühler Hauch den Mund versiegelt.
Ich schwamm auf deines Schweigens Flut,
wo sich des Mondes Glanz gespiegelt.

Nun geh ich diesen Pfad allein.
Kein Duft, kein Stern ist, mir zu sagen,
wohin wie eines Grabes Stein
der Liebe Bildnis ich soll tragen.

 

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