Nächtlicher Besuch
Halt, Dichter, durch, schon flüstert’s, Nacht beginnt,
bald kannst du wieder tiefer Atem holen,
fühlst, wie der Tau ins Laub der Verse rinnt.
Die Anmut beugt sich über dich verstohlen
und küßt die Augen dir, die müden, blind.
Halt, Dichter, halt noch durch, die Nacht beginnt.
Den milden Duft von Eden, trink ihn, trink.
Mag er dein Blut, das trübe, auf noch hellen.
Und flutet rings ihr Haar, versinke, sink,
dein Vers kehrt wieder auf den weichen Wellen
bei ihres Blickes zauberischem Wink.
Den milden Duft von Eden, trink ihn, trink.
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