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Zarter Worte Schmerzensfalten

02.07.2026

Ein welkes Blatt, das auf dem Wasser schwimmt,
und grüner Dämmer hat es schon verschlungen.
So wogt der Vers, der dunkle gibt und nimmt,
doch keiner weiß, ward er verschluckt, zersungen,
wird er versickern bald im Blütenlosen,
noch Feuchte bringen fernen Sommers Rosen.

Was durch das Uferschilf des Traumes glitt,
die stummen Schatten lassen sich nicht halten.
Ob kund sich tut, was einsam Liebe litt,
fühlt sich an zarter Worte Schmerzensfalten.
Die süß gelallten sind wie glatte Seide,
ihr Glanz tönt hell auf stummer Puppen Kleide.

Dort liegt die Muschel, weiß und keusch, im Sand.
Ob sie die Perle birgt, gleicht dem Versprechen,
das sich erfüllt nur, wenn verruchte Hand
es wagt, den Perlmuttschaum entzweizubrechen.
Wir aber wollen sanft ans Ohr sie heben,
zu lauschen, ob noch fern Sirenen leben.

 

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