Im Hungerwinter
Wie staubig war die Hand. Sie hat gewühlt
im trocknen Acker nach vergessenen Knollen.
Herbst war. Doch hat er Winter schon gefühlt,
als wär sein graues Herz im Schnee verschollen.
Und Winter kam. Es leckte wüst im Herd
die Hungerglut nach ferner Kindheit Brühen.
Und ächzten Scheite, hat er sich verzehrt
nach eines Mundes seufzendem Erglühen.
Doch hat er nur ein kaltes Glas behaucht,
das hoher Anmut Blumenantlitz schreinte.
Das Bild verschwamm, als wär es eingetaucht
in Wasser, die ein Quell im Dunkel weinte.
Der Herd erlosch. Ihm schien im Traum ein Wild
im Schnee zu scharren. In der Furche fahlten
bloß Knochen. Unterm Huf sang orphisch mild,
was stumm die Geister trug, die es zermahlten.
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