Kann uns noch eine Schwalbe retten?
Dort kühlt die Stirne Tau, Moos dämpft die Schritte,
und unsre Augen wäscht ein hohes Licht.
Es ist, als ob ein Angstgespinst uns glitte
in milden Abends Hauch vom Angesicht.
Wie Blumen still sind sacht gepflückte Worte,
die, Musen, ihr auf Dichters Schwelle ließt.
Nun aber tönt schon wie aus fernem Horte
ein Wasser, das um weiße Säulen fließt.
Kann, Liebe, uns noch eine Schwalbe retten,
wenn jäh ihr Schrei in Südlands Gärten reißt,
die Schwermut sich aufs Vlies von Veilchen betten?
Stillt goldene Wolke noch den kranken Geist?
Ach nein, uns halten Mauern hier gefangen,
wo einst genistet hat, was längst entflog.
Umsonst, daß wir nach süßen Schimmern langen,
wo sich des Lebens Zweig herniederbog.
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