Auch ein Teppich des Lebens
Eingewebt sind Blüten,
Purpur wilder Reben,
blassend oder glühend,
in das stille Leben.
An zerborstenen Mauern:
weichen Wehens Ranken.
Blumen, die verdämmernd
auf Gewässern schwanken.
Schwäne aber tunken
Schlafes Flaum ins Wasser.
Mond, ins Laub der Träume
sinkt er blaß und blasser.
Hirten, hingelagert
auf den Bausch der Moose,
singen, wie gerettet
ward der Schönheit Rose.
In der Ferne ragen
blauer Nacht Zypressen.
Gold von hohen Sommern
bleibet unvergessen.
Sterne sind wie Tränen,
die zur Erde quillen,
um der Schwermut Becher
noch mit Glanz zu füllen.
Säumt auch Nacht den Teppich,
Schneelicht floß von droben.
Schnee auf Orchideen,
Vlies, aus Licht gewoben.
Daß kein dumpfer Zeitgeist
das Gewirk zertrete,
sein Gedächtnis schimmre,
darum Dichter bete.
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