Am Grab des Ahnen
Gardine, sacht vom Windhauch aufgebauscht,
sie löst und rafft die Falten wie in Trance,
als ringe ein Verlaine um die Nuance.
O Seele, Schaum und Schimmer, jäh verrauscht.
Ins Finstre knisterte die helle Gischt,
den Mond verschlang des Abgrunds schwarze Welle.
Die Blüte, bleich auf undankbarer Schwelle,
hat barsch ein harter Besen weggewischt.
Am Grab des Ahnen mag die Irrfahrt enden.
Kratz, Dichter, Moos und Farn vom Totenmale,
und lies die Zeichen, die schon fast verwittern:
Wie eine Knospe in bemalter Schale
ging auf mein Vers, um Licht zu spenden,
daß Herzen fern der Heimat nicht verbittern.
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