Tropfen, Funken, Verse
Tropfen unter abertausend Tropfen,
die am jähen Katarakt versprühen.
Funken unter abertausend Funken,
wenn in heißer Esse Erze glühen.
Bottich, bemoost, im alten Garten, Regen-
wasser für die Beete aufzufangen.
Daß sich lichtvoll balle Wortgekrause,
fassen es der Verse goldne Spangen.
Starren Takt auf harten Marmor schlagen
Tropfen, magst du sie auch rhythmisch zählen.
In die dunklen Himmelsgründe stieben
Funken, mit der Nacht sich zu vermählen.
Öffne, Dichter, uns den Born der Tränen,
die ins dürre Gras des Herzens quillen.
Spreng Liedes Tau auf Knospen, Liebesfunken,
ihren Durst mit feuchtem Glanz zu stillen.
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