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Dichters Meerfahrt

05.07.2026

Wenn Trübnis auf der Seele Iris klebt,
wird auch kein Glanz in die Kajüte dringen.
Auf Schatten wogt das Wort, die Traum gewebt,
im Dunst des Hafens weiß es nicht zu singen.
Reib, Dichter, dir den Schlaf vom Seherauge,
daß es zur Sicht auf ferne Küsten tauge.

Schon schreit die Möwe, braust der Ozean,
die Insel schimmert, Gischt trinkt ihre Kreide,
der Azur aber, rein und diaphan,
umhüllt dein Lied wie blauer Sehnsucht Seide.
Bring heim die goldne Frucht in ihrem Bausche,
daß uns ihr Duft entrückt zu hellem Rausche.

 

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