Der Dichter vor dem Schicksal
Heroisch dunkler Macht den Sinn verwehren,
vor der wir wie ein Schaum auf Wassern sind,
die mit ihm in den Abgrund stürzen blind,
dies scheint, was die antiken Weisen lehren.
Die Welt bleibt, wie sie ist, ein Traumgeschehen,
in dem sich Traum um Traum gebiert, verschlingt.
Was süß die Nachtigall im Dämmer singt,
im bittern Rauch des Tags muß es verwehen.
Wie eine Rose an den Schattengittern
magst du dich auftun einem fernen Licht,
damit es aus des Mundes Blume spricht,
dich mutlos neigen auch, um zu verwittern.
Hast du die Wahl, zu sinken, aufzuschweben?
Kann nur ein Gott uns aus dem Dunkel heben?
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