Goldene Fäden
Alkäische Strophe
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Wie goldne Fäden zittert das frühe Licht,
ein Hauch von Grau und Rosa verrinnt, verdampft
aus Mulden unbegangner Wege,
Wege, gebahnt von der Nacht der Blitze.
Schon glotzen froschig Augen aus seichtem Naß
der ersten Schauer, wecken sich Ruf um Ruf
umfiedert Schnäbel, haarig Mäuler,
Lügen zerplatzen, das Leben laust sich.
Der Himmel gießt sein Lächeln ins Blau und schweigt,
er reizt die Quellen schäumender seinem Schlaf
zu singen, lockt auf Berge Menschen,
Steine zu schichten um hohe Bilder,
viel größer als sie selbst, und der grünen Flut
um ihre kleinen Inseln die Rosen hin-
zustreuen, dunkler Ahnung Augen.
Selige Wesen erfreut ihr Glühen.
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