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Herbst im alten Garten

19.02.2021

Wir gingen früher Kindheit weichen Pfad,
wir gingen durch den alten Garten.
Gestalten gönnte uns des Lichtes Saat,
mit Wangen, blassen, Blicken, zarten.

Der Herbst durchwühlte schon mit lauem Hauch
der Knospen Üppigkeit, die Rose
betaute sanfter Schmerz, es seufzten auch
nach Tropfenglanz die dunklen Moose.

Und in der Mitte lag der Brunnen stumm,
des Sommers Herz, das hoch geschlagen,
es beugte sich die Weide, alt und krumm,
die Sanges kleines Nest getragen.

Wir gingen schweigend Hand in Hand, als groß
um uns der Geister Schatten ragten,
und Tränen rannen auf der Mutter Schoß,
die ihr vom Weh der Kinder sagten.

 

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